Die neueste Single von Taylor Swift "The fate of Ophelia" ist vor einem Monat veröffentlicht worden. Seitdem elektrisiert auch das Video die Massen. Die Anfangsszene zeigt Swift als Ophelia, eine Figur aus Shakespeares Drama "Hamlet".
Swift stellt eine Szene nach, die vom deutschen Maler Friedrich Heyser stammen könnte. Das um 1900 entstandene Gemälde hängt im Wiesbadener Museum. Es zeigt die Ophelia im Wasser liegend und ertrinkend. Anders als im Bild erwacht Swift und wird von Ophelias Schicksal (im Englischen: fate of Ophelia) befreit.
Museum Wiesbaden seit Wochen Pilgerstätte für Swifties
Seit Wochen pilgern Fans der amerikanischen Sängerin nach Wiesbaden, um das Bild, das Swift inspiriert haben könnte, zu bewundern. Am Sonntag hat das Museum Wiesbaden eigens eine Führung mit Vortrag angeboten, um die Hintergründe des Gemäldes zu erläutern. Die Karten waren binnen eines Tages verkauft, es kamen 200 Taylor Swift-Fans, viele verkleidet als weiß gewandete Ophelia oder Swift.
Selfies mit Ophelia und Perlenarmbänder
Hunderte weitere, meist junge Menschen ohne Ticket, warteten vor dem Museum und nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen. Währenddessen dröhnte im Vortragssaal "The fate of Ophelia" aus den Boxen und eine so genannte Kunstvermittlerin erklärte, dass Swifts Ophelia - anders als im Gemälde dargestellt - nicht ertrinkt. Fans machten Selfies vor dem Gemälde, knüpften Perlenarmbänder, die traditionell vor Konzerten untereinander getauscht werden.
Werbeerfolg für Museum Wiesbaden
Der Hype um das Video hat neben zahlreichen "Swifties" auch viele internationale Medien auf das Museum aufmerksam gemacht. "Taylor Swift ist Kulturverstärkerin geworden für das Museum Wiesbaden", freut sich Direktor Andreas Henning.
Ein Ende des Hypes ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil, er könnte noch viel größer werden. Denn neben Hessens Innenminister Timo Gremmels haben auch viele Fans am Sonntag in einem Social Media-Video Taylor Swift nach Wiesbaden eingeladen.