ADAC warnt vor Stau an Hauptreisetagen
Neben Rheinland-Pfalz sind jetzt auch die meisten anderen Bundesländer in die Osterferien 2026 gestartet. Auch in Österreich und Teilen der Schweiz beginnen die Ferien, was die Verkehrslage zusätzlich verschärft. Und weil der Ostertermin in diesem Jahr sehr früh liegt, kann es Richtung Alpen auch noch winterlich auf den Straßen sein. Wer in die Wintersportregionen fahren möchte, sollte also die Winterreifen besser noch nicht abziehen.
Den meisten Reiseverkehr erwartete der ADAC auch in diesem Jahr am Gründonnerstag. Am Ostermontag, den 6. April, ist nachmittags auf den Rückreiserouten mit Staus und Verzögerungen zu rechnen.
Stau auf der Autobahn - Umfahren verboten
Steht man auf dem Weg in den Süden dann doch im Stau, ist Ausweichen keine gute Idee. In Bayern ist das nämlich entlang besonders geplagter Strecken verboten. Kommunen nahe der viel befahrenen Autobahnen A8 und A93 haben Durchfahrverbote verhängt, weil die Autos in manchen Ortschaften Stoßstange an Stoßstange standen. Das Verbot wird kontrolliert, in den vergangenen Monaten hat nach Angaben des bayerischen Innenministeriums die Polizei Tausende Fahrzeuge zurückgeschickt.
Stau-Gefahr wegen Baustellen
Zusätzlich zum hohen Verkehrsaufkommen gibt es auch noch etliche Autobahn-Baustellen, die das Vorankommen behindern. Aktuelle Verkehrsinformationen gibt es bei der SWR-Verkehrsredaktion. Wer über Ostern ins Ausland fahren möchte, kann sich direkt beim ADAC über die Stauprognosen informieren.
Wartezeiten wegen Grenzkontrollen möglich
Seit September 2024 wird an allen deutschen Grenzen bei der Einreise kontrolliert, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen. Die Kontrollen sind stichprobenartig, die Auswirkungen auf den Pendel- und Reiseverkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden. Je nach Verkehrsaufkommen kann es dennoch zu Wartezeiten kommen.
Bahn erwartet volle Züge - besser Plätze reservieren
Auch die Deutsche Bahn (DB) warnte vor vollen Zügen im Fernverkehr an Hauptreisetagen, vor allem am Gründonnerstag und Ostermontag. Allen Reisenden empfiehlt die DB eine Sitzplatzreservierung. Angesichts der hohen Benzinpreise gab es vor den Ostertagen laut Bahn gut zehn Prozent mehr Buchungen als sonst. Allerdings sind die Ticketpreise bei kurzfristigen Buchungen nicht ganz niedrig, hier lohnt es sich, auch mal auf Randzeiten auszuweichen.
Traditionell nutzt die Deutsche Bahn die Ferienzeit gerne für Instandhaltungen im Schienennetz. Aktuelle Informationen zu Streckenstörungen und Baustellen im Nah- und Fernverkehr finden Sie auf der DB-Webseite oder in der App DB Navigator.
Viel Betrieb an Ostern auch am Frankfurter Flughafen
Auch am Frankfurter Flughafen wird in den Osterferien viel Betrieb erwartet. Reisende, die Gepäck aufgeben müssen, sollten zweieinhalb Stunden vor Abflug im Terminal sein. Für Reisende, die nur mit Handgepäck fliegen, sind zwei Stunden vor Abflug ausreichend. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt die Fraport AG, sich ein individuelles Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle zu buchen. Das Angebot FRA SmartWay ist kostenlos. Wer mit dem Auto zum Flughafen kommt, sollte sich frühzeitig einen Platz in einem der Terminalparkhäuser reservieren.
Wer über Ostern nach Spanien in die Sonne fliegen will, sollte sich auf Verzögerungen einstellen. Denn dort drohen unbefristete Streiks des Abfertigungspersonals. Betroffen sind unter anderem Flughäfen auf Mallorca und Teneriffa sowie in Barcelona, Málaga und Madrid.
Verspätungen möglich Streiks an spanischen Flughäfen zu Ferienbeginn
Zu Beginn der Osterferien kann es an spanischen Flughäfen zu Verspätungen kommen. Das Bodenpersonal will ab heute streiken - betroffen sind unter anderem Flughäfen auf Mallorca, T…
Möglichst schlau und sparsam unterwegs sein
Wer nicht fliegt oder Bahn fährt, muss zwangsläufig irgendwann mit seinem Auto zur Tankstelle - was angesichts der Preise derzeit keinen Spaß macht. Der ADAC rät, eher gegen Abend und außerhalb der Autobahn zu tanken. Manchmal lohnt es sich auch, erst im benachbarten Ausland zu tanken, wenn es dort günstiger ist. Weniger Gewicht im Auto und ein angemessener Reifendruck senken außerdem den Benzinverbrauch. Und schließlich: Wer schnell fährt, kommt nicht unbedingt früher an, verbrennt aber in jedem Fall mehr Sprit. Eine angepasste Reisegeschwindigkeit hilft auch, Sprit zu sparen.