Wie das Hauptzollamt Koblenz mitteilte, sind infolge der Kontrollen auf Baustellen 32 Strafverfahren und 89 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Die Ermittlungen fanden den Angaben zufolge bereits am Dienstag statt.
Sozialabgaben und Mindestlohn im Fokus
Ziel sei es gewesen, Verstöße gegen die Sozialversicherungspflicht und gegen das Mindestlohngesetz zu überprüfen. Auch Fälle von Scheinselbstständigkeit und des sogenannten Leistungsbetrugs sollten aufgedeckt werden.
"Wir haben bei diesen Verfahren überwiegend den Verdacht, dass gegen aufenthaltsrechtliche Vorschriften verstoßen wurden. Dies sei in diesem Bereich im Vergleich zur Prüfung aus dem Sommer 2025 ein erheblicher Anstieg, so Thomas Molitor, Pressesprecher des Hauptzollamtes Koblenz.
Ermittlungen wegen Schwarzarbeit gehen noch weiter
An den Prüfungen an den Standorten Koblenz, Mainz und Trier waren rund 90 Zollbeamte beteiligt. Insgesamt mehr als 270 Personen seien überprüft und nach ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt worden, teilte der Zoll mit. In vielen Fällen seien weitere Prüfungen und umfangreiche Nachermittlungen erforderlich.