Schon vor der Kundgebung treffen sich hunderte Menschen und ziehen vom Bahnhof und der St. Paulin Kirche in Trier Nord Richtung Porta Nigra. Die Stimmung ist gut. Viel gesungen wird auch.
Ich will mir nicht vorwerfen lassen, ich hätte nichts unternommen.
Mehrere Organisationen und Vereine hatte zur der Kundgebung aufgerufen. Unter anderem die "AG Frieden", "Buntes Trier" oder "Omas gegen Rechts". Susanne Eckstein ist eine von ihnen. Farbe bekennen sei wichtig, sagt sie. Gerade vor der Bundestagswahl. "Ich will mir nicht irgendwann mal vorwerfen lassen, ich hätte nichts unternommen", sagt sie.
3.000 Menschen vor der Porta Nigra
Unter dem Motto "Für eine offene und solidarische Gesellschaft" kamen die Demonstranten trotz des kalten Winterwetters vor der Porta Nigra zusammen. Mit selbstgemalten Plakaten und vielen Regenbogenfahnen demonstrierten sie für mehr Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft und gegen den zunehmenden Rechtsruck.
Nach Anschlag in München: Polizei verstärkt Maßnahmen
Wegen des Anschlags in München, bei dem ein Autofahrer in eine Kundgebung gerast war, wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die Demonstration in Trier nochmals verstärkt. Das teilte der Einsatzleiter der Polizei dem SWR mit. So wurden alle Zufahrtswege zur Kundgebung mit Sperren und Fahrzeugen abgesichert. Am Abend endete die Demonstration ohne Zwischenfälle.