Von der Lagerhalle in Bollendorf ist nur noch eine Ruine übrig. Das Gelände, auf dem die Brandruine steht, ist rund 6.000 Quadratmeter groß. Ein Sprecher der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Südeifel sagt, es war ein bisher unvergleichlicher Einsatz. Nie zuvor musste die Feuerwehr dort auch sieben Tage nach einem Brandausbruch wieder und wieder anrücken, um zu kontrollieren, ob auch wirklich keine neuen Glutnester aufflammen.
Riesige Lagerhalle mit Fahrzeugen
Die Flammen haben in dem Gebäude-Komplex in Bollendorf-Weilerbach regelrecht gewütet. Was genau dort gelagert wurde, ist noch nicht ermittelt. In der Halle waren hauptsächlich Fahrzeuge abgestellt. Auch Wohnwagen, deren Tanks natürlich Sprit enthielten. Der Schaden dürfte demnach den Bereich von mehreren Millionen Euro erreichen, so die Polizei.
Neben den Fahrzeugen waren aber offenbar auch Unmengen Papier in der Halle gelagert, so ein Feuerwehrsprecher. Wie in einem Archiv. Diese Papiermengen, aber natürlich auch der Dieselkraftstoff und das Benzin in den Autos hätten das Feuer immer wieder angefacht. Warum das Feuer am Mittwoch dort aber überhaupt ausgebrochen ist, bleibt weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei hat Beamte vor Ort ermitteln lassen, um das herauszufinden. Zudem müsse geprüft werden, welche Schadstoffe verbrannt sind.
Laut Polizei ging der Brand von einem Fahrzeug aus, das in der Halle stand. Das Feuer habe sich dann weiter ausgebreitet. Zur genauen Brandursache wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.
Dubioses Firmengelände in Bollendorf-Weilerbach
Unklar ist weiter, was es mit dem sogenannten Handwerkerzentrum auf sich hat. Laut Verbandsgemeinde sind die dort ansässigen Unternehmen nicht angemeldet. Es gebe ein undurchsichtiges Mietverhältnis.
Das Ordnungs- und Gewerbeamt prüfe das Zentrum aktuell. Es ist der Verbandsgemeinde zufolge nicht das erste Feuer auf dem Gelände. Im vergangenen Jahr habe die Feuerwehr mehrfach wegen Bränden auf dem Areal ausrücken müssen.
Feuer zerstört Lagerhallen Brand nahe dem Flughafen Hahn: Technischer Defekt könnte Ursache sein
In der Nacht zum 11. Mai ist in einem Gewerbegebiet nahe des Flughafens Hahn ein Brand ausgebrochen, der die Feuerwehr lange auf Trab hielt. Auslöser war vermutlich ein Defekt.
Zwei Menschen bei Brand leicht verletzt
Bei dem Brand am Mittwoch in Bollendorf-Weilerbach sind nach SWR-Informationen eine Feuerwehrfrau und ein Mann, der sich in der Halle befand, leicht verletzt worden. Die Feuerwehr war mit etwa 160 Einsatzkräften vor Ort.
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Bei den Löscharbeiten ist nach Angaben der Verbandsgemeinde Südeifel Löschwasser in die Sauer gelaufen. Die zuständigen Wasserbehörden in Luxemburg prüfen, wie sich das auf den Fluss in der Südeifel auswirkt. Außerdem sind Fahrzeuge der Feuerwehr in den Orten unterwegs gewesen, um mögliche Schadstoffe in der Luft zu messen. Die Feuerwehr geht aber derzeit davon aus, dass der Rauch vor allem zu Geruchsbelästigung führte. Schadstoffe seien bisher nicht festgestellt worden.