Mit Marc Aurel macht nach Konstantin und Nero ein weiterer römischer Kaiser in Trier Station: Am 15. Juni 2025 beginnt in Trier die nächste große rheinland-pfälzische Landesausstellung.
Exponate der Landesausstellung kommen aus 14 Ländern
Wie Innenminister Michael Ebling (SPD) am Freitag in Trier mitteilte, werden 400 Exponate von 117 Leihgebern aus 14 Ländern zu sehen sein. Sie kommen unter anderem aus dem Louvre in Paris, dem British Museum in London und dem Vatikanischen Museum in Rom.
Laut Minister Ebling sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Die Teams organisierten zurzeit die Transporte der Leih-Exponate aus ganz Europa, sagte Ebling. Auch bei der Gestaltung der Ausstellungsräume gebe es Fortschritte.
Budget der Landesausstellung liegt bei über fünf Millionen Euro
Nach Angaben der Macher ist die Sonderschau die erste umfassende Ausstellung über den Kaiser, Feldherrn und Philosophen Aurel. Die Ausstellungsstücke werden im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu sehen sein.
Das Budget der Ausstellung liegt bei rund 5,3 Millionen Euro. Man merke im Vorfeld bereits "eine gute Resonanz" - auch bei den Buchungen, sagte der Minister.
Die Schau werde "eines der Kulturhighlights des Jahres", sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD). Sie solle Familien, Fachleute, Interessierte und Menschen mit Beeinträchtigungen ansprechen. Unter anderem "Hands-on-Stationen" zum Mitmachen würden einen spielerischen Zugang zur Thematik ermöglichen. Zudem gebe es inklusive Angebote.
400 Exponate werden ausgestellt Inklusiv und barrierefrei: Landesausstellung zu Marc Aurel
Die Landesausstellung zum römischen Kaiser Marc Aurel in zwei Trierer Museen soll möglichst barrierefrei sein. Auch wer ein Handicap hat, soll sie ohne Probleme besuchen können.
"Wir wollen, dass die Landesausstellung Marc Aurel die inklusivste und familienfreundlichste rheinland-pfälzische Landesausstellung wird, die es je gab", sagte Ebling.
Minister bringt römischen Helm aus Mainz mit nach Trier
Voraussichtlich ab Mai sollen die hochkarätigen Exponate für die große Landesausstellung angeliefert werden. Einen römischen Helm aus der Regierungszeit Marc Aurels brachte der Minister heute selbst mit an die Mosel. Normalerweise ist er im Landesmuseum Mainz zu sehen. Es gebe wenig Helme dieses Typs, die so gut erhalten seien, sagte der Direktor des Rheinischen Landesmuseums Trier, Marcus Reuter.
Das Land verfolge weiter das Ziel, Trier als das Zentrum für antike Ausstellungen in Deutschland dauerhaft zu etablieren, sagte Ebling. An kaum einen anderen Ort in Mitteleuropa sei das antike Erbe heute noch so authentisch zu erleben wie in der Moselstadt. Trier hat sich mit vorherigen Römer-Ausstellungen bereits einen Namen gemacht.