Kriminalität

Polizei registriert weniger Straftaten im Trierer Palastgarten

In den letzten Jahren entwickelte sich der Trierer Palastgarten immer mehr zum Drogen-Hotspot. Mit verstärkten Kontrollen hat die Polizei die Zahl der Delikte senken können.

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Von Autor/in Marc Steffgen

Dass rund um den Kiosk im Windschatten der Basilika noch gedealt wird und Drogen konsumiert werden, sieht man beim Vor-Ort-Termin der Trierer SPD im Palastgarten schnell. Inmitten von anderem Müll liegt ein leeres Päckchen mit sogenannten Longpapers für Joints. Ein ebenfalls leeres Plastikbeutelchen für Cannabis findet sich in der Nähe.

Ein leeres Longpaper-Päckchen im Trierer Palastgarten.
Im Trierer Palastgarten werden Drogen konsumiert.

Palastgarten wird von vielen als Angstraum gesehen

Für viele Triererinnen und Trierer ist der Palastgarten speziell in den Abendstunden ein Angstraum. Ein Raubüberfall, eine Messerattacke und immer wieder Drogendelikte haben diese Ängste geschürt.

Dabei sei die objektive Sicherheitslage viel besser als der Ruf des Palastgartens in der Bevölkerung, erzählt die Trierer Polizeipräsidentin Anja Rakowski. "Wir haben hier Raub- und Körperverletzungsdelikte gehabt, aber das haben die innerhalb ihres Milieus ausgetragen." Unbeteiligte seien nur ganz selten betroffen gewesen, so Rakowski

Seit dem vergangenen Jahr sei die Polizei täglich im Palastgarten präsent und führe Kontrollen durch - anscheinend mit Erfolg. Registrierte man 2023 noch 176 Delikte so sei die Zahl in diesem Jahr auf 117 gesunken, freut sich Rakowski.

Intensivtäter seien in Haft, andere hätten Aufenthaltsverbote bekommen. In den kommenden Monaten will die Polizei ihr "Bekämpfungskonzept" in dem Innenstadt-Park fortsetzen.

Trierer SPD will Palastgarten für alle

Die Trierer SPD möchte wieder mehr Leben in den Park bringen. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Trierer Stadtrats möchten die Sozialdemokraten umgehend Misstände im Palastgarten beseitigen.

Unter anderem sollen Ordnung und Sauberkeit sichergestellt werden. Mit Veranstaltungen wie Modeschauen oder Breakdance-Festivals soll Triers grüne Lunge mehr Bürger und weniger Dealer anziehen.

Polizei Trier begrüßt Konzept

Das Konzept kommt anscheinend auch bei der Polizeipräsidentin gut an. "Viel Publikumsverkehr befriedet", kommentiert Anja Rakowski die Wiederbelebungs-Pläne für den Palastgarten.

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