Neue Erkenntnisse

Griff in Kirchen-Kasse: Priester hat noch mehr Geld veruntreut

Ein Geistlicher aus dem Bistum Trier hat Geld, das für notleidende Menschen bestimmt war, für Luxusgüter für sich selbst verwendet. Jetzt wurden weitere Fälle bekannt.

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Stand

Bisher waren nur Fälle ab 2013 bekannt. Wie das Bistum Trier dem SWR mitteilte, hat die Revision ihre Prüfung inzwischen abgeschlossen und dabei auch zwischen 2001 und 2013 weitere Fälle von Veruntreuung identifiziert. Eine kirchenrechtliche Voruntersuchung wurde demnach eingeleitet.

Bistum macht bisher keine Angaben zur Schadenshöhe

Eine Sprecherin des Bistums machte zur neuen Schadenshöhe keine Angaben. Medienberichten zufolge könnte die Schadenssumme nun insgesamt bei mehr als 200.000 Euro liegen.

Die neuen Erkenntnisse habe man auch an die Staatsanwaltschaft Trier weitergegeben, so das Bistum. Allerdings dürften die Fälle strafrechtlich verjährt sein. Bei Veruntreuung liegt die Verjährungsfrist in der Regel bei fünf Jahren, in schweren Fällen bei bis zu zehn Jahren.

Suspendierung und Geständnis

Der Priester ist seit Ende 2023 von seinen priesterlichen Aufgaben suspendiert und arbeitet im kirchlichen Verwaltungsbereich. Er hat ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich verpflichtet, die veruntreuten Gelder zurückzuzahlen.

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Das Amtsgericht Bitburg hatte den Pfarrer Ende 2024 zu einer 21-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Urteil bezog sich damals auf die Veruntreuung von 130.000 Euro.

Priester gibt Geld für Reisen und Autos aus

Der 57-Jährige hatte Zugang zu mehreren Konten der Pfarreiengemeinschaft, die speziell für notleidende Menschen eingerichtet waren. Von dort aus transferierte er in mehr als 100 Fällen Geld auf sein Privatkonto, in dem er einen falschen Verwendungszweck angab.

Im Prozess hatte der Pfarrer ausgesagt, das Geld für Luxusgüter, Reisen und ein teures Auto verwendet zu haben. Er habe sich nach gesundheitlichen Problemen etwas gönnen wollen. Der Priester räumte sein Fehlverhalten ein und entschuldigte sich dafür.

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SWR

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