Der Priester war früher in verschiedenen Gemeinden in der Eifel tätig. Ende 2024 war der Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er in einer Pfarreiengemeinschaft mehr als 130.000 Euro unterschlagen hatte. Dabei ging es um Veruntreuungen in den Jahren von 2019 bis 2023.
Priester hat auch Spendengelder eingesteckt
Der Geistliche griff aber nicht nur in die Gemeindekassen, wie das Bistum jetzt mitteilte. Demnach schreckte er auch nicht davor zurück, Spendengelder in die eigene Tasche zu stecken. Das Bistum entdeckte die Taten bei Kontrollen von Konten, auf die der Mann bis ins Jahr 2001 zurück Zugriff hatte.
Prozess am Amtsgericht Bitburg Schnelle Autos, teure Urlaube: Pfarrer wegen Untreue verurteilt
Ein 57-jähriger Pfarrer ist zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Er hatte rund 133.000 Euro von Eifeler Gemeindekonten veruntreut.
Insgesamt 217.000 Euro, die Gemeindemitglieder unter anderem für Hilfswerke spendeten, flossen auf seine Konten, so das Bistum Trier. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen des Bistums. Insgesamt liege der Schaden bei 579.000 Euro, teilte eine Sprecherin mit.
Geistlicher nahm Geld für Luxus-Autos und Urlaube
Das Geld nutzte der Priester, um sich schnelle Autos und teure Urlaube leisten zu können. Das ergaben Ermittlungen der Polizei, die zu seiner Verurteilung 2024 führten. Damals kam der Mann mit einer Bewährungsstrafe davon.
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Bei seiner Amtseinführung als leitender Pfarrer einer Pfarreiengemeinschaft in der Nähe von Bitburg gab er 2014 ein Zeitungsinterview und schwärmte von seiner Schwäche, einem Audi mit mehr als 300 PS und vier fetten Auspuffrohren.
Staatsanwalt stellt Ermittlungen wegen Untreue ein
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen in den jetzt bekannt gewordenen Fällen wegen Verjährung eingestellt. Gegen den Mann läuft eine kirchenrechtliche Voruntersuchung. Er ist von seinen priesterlichen Aufgaben entbunden, arbeitet aber in der Verwaltung des Bistums. Vor kurzem hatte er Privatinsolvenz angemeldet.