Bundeskabinett beschäftigt sich mit der Zukunft der Rente

So geht es den Rentnern in der Region Trier

Die Situation in der Region Trier ist besonders. Viele Menschen pendeln nach Luxemburg, viele arbeiten in der Landwirtschaft. Was heißt das für die Rente?

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Stand

Die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Boomer, gehen allmählich in Rente. Deshalb muss sich die Politik mit dem Thema befassen. Das Bundeskabinett will darüber reden, wie man das Rentenniveau bis 2031 stabil halten kann. Dass das System reformiert werden muss, daran zweifelt fast niemand mehr.

Die Vorschläge überschlagen sich. Längere Lebensarbeitszeit, Boomer-Soli, Aktivrente. Auch die Menschen in der Region Trier machen sich Gedanken. Vom Plan, länger zu arbeiten, halten die meisten nicht viel:

Herauszufinden, wie es Rentnern in der Region Trier wirklich geht, ist nicht einfach. Die Deutsche Rentenversicherung erfasst ihre Daten nur auf Landesebene. In Rheinland-Pfalz haben demnach mit Stand vom 31.12.2024 Altersrentnerinnen und Rentner mit mindestens 35 Versicherungsjahren durchschnittlich 1.716 Euro monatliche Bruttorente bekommen.

Frauen, die nur kurze Zeit versichert waren, Selbstständige oder Menschen mit längeren Auslandsaufenthalten zählen in die Durchschnittsrente nicht mit rein. Viele ältere Menschen in der Region Trier werden also weniger im Portemonnaie haben.

Sozialdienst katholischer Frauen: Immer mehr Senioren suchen Hilfe

Wie es älteren Menschen in Trier wirklich geht, das kann man bei den Beratungsstellen sehen wie dem Sozialdienst Katholischer Frauen in Trier. Er betreibt auch die Trierer Tafel. Hierher kommen die Menschen zur Allgemeinen sozialen Beratung. Immer dann, wenn sie nicht genug zu essen haben, wirtschaftliche Not spüren und Probleme haben, Anträge für Sozialleistungen zu stellen.

Die Zahl ist von 2024 auf 2025 sprunghaft gestiegen auf 196 Menschen im ersten Halbjahr 2025, sagt die Geschäftsführerin Regina Bergmann. Viele davon sind Senioren. 10,96 Prozent der Klienten waren im ersten Halbjahr 2024 zwischen 60 und 69 Jahre alt. 2025 stieg deren Anteil auf 16,89 Prozent. Ähnlich sieht die Steigerung bei den 70 bis 79-Jährigen aus.

Früher in Rente zu gehen, ist also für viele finanziell nicht drin. In ganz Rheinland-Pfalz gingen im vergangenen Jahr 46.300 Personen in Rente. 14.500 davon nutzen die Rente für langjährig Versicherte, die sogenannte "Rente mit 63". Gut ein Viertel ging mit Abschlägen in Rente. Das Durchschnittsrentenalter lag bei 64,7 Jahren.

Rente aus Luxemburg

Allein aus der Stadt Trier pendeln derzeit etwa 8.000 Menschen ins benachbarte Luxemburg. Wer zehn Jahre oder länger im Großherzogtum arbeitet, bekommt von dort eine Altersrente. Die ist meist höher als die deutsche Rente.

Und - Arbeitnehmer können ab 57 Jahre in den Ruhestand gehen mit entsprechenden Abschlägen. Die Luxemburger Renten werden von der Deutschen Rentenversicherung nicht mit erfasst.

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In der Landwirtschaft hat sich bei der Altersversorgung viel getan

Landwirte müssen sich wie Selbstständige von sich aus um ihre Altersversorgung kümmern. Sie zahlen nicht in die allgemeine staatliche Rentenkasse ein. Es gibt aber eine Altershilfe für Landwirte durch die Landwirtschaftliche Alterskasse, die der Staat unterstützt. Die ist aber keine Vollversorgung, sondern eine ergänzende Leistung, erläutert ein Sprecher des Bauern- und Winzerverbands im Eifelkreis Bitburg-Prüm. "Tobaksgeld" habe man diese Leistung früher in der Eifel genannt.

Landwirtin im Kuhstall.
Inzwischen sind Frauen in der Landwirtschaft besser abgesichert. Christian-Lademann

Frauen in der Landwirtschaft bekommen auch Altershilfe

Jahrzehntelang war es in ländlichen Gegenden wie der Eifel ein Problem, dass die Frauen auf dem Hof zwar mitarbeiteten, aber keine Rente bekamen. Viele dieser Frauen waren später altersarm.

1995 erstritten sich die Ehefrauen das Recht, eine eigene Altersversorgung zu bekommen, so der Kreisbauernverband in Bitburg. Seitdem wird auch für sie in die Landwirtschaftliche Alterskasse eingezahlt. Befreien davon kann man sich nur bei wenigen Ausnahmen. Deshalb hat sich die Situation der Landwirtinnen verbessert.

Fast 11.000 Rentner in der Region Trier haben einen Minijob

Viele Menschen über 65 Jahren verdienen sich etwas dazu. In der Stadt Trier und den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Kreis Vulkaneifel haben nach Information der Agentur für Arbeit Trier 10.973 Menschen über 65 Jahre eine geringfügige Beschäftigung (Stand Dezember 2024). Davon haben 1.355 die Altersgrenze zur Rente noch nicht erreicht.

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