Kristina Wittmann ist Lehrerin an der Grundschule in Trier-Feyen. Sie darf an Schulen Schwimmunterricht geben. Dafür benötigen Lehrer spezielle Nachweise. Ab jetzt sind Wittmann und ein Kollege für alle Trierer Grundschulen als Schwimmlehrer zuständig. Sie leiten den Unterricht immer zusammen mit zwei betreuenden Lehrern der jeweiligen Schule.
Das Land Rheinland-Pfalz stellt die Lehrerin der Grundschule Trier-Feyen extra dafür ab. Dreimal pro Woche bringt sie Kindern schwimmen bei.
Wir können jetzt viel effektiver mit den Kindern arbeiten
Die beiden Schwimmlehrer leiten den Unterricht zusammen mit zwei betreuenden Lehrern und Lehrerinnen der jeweiligen Klasse. "Wir haben damit jetzt vier Schwimmlehrer für eine Klasse. So können wir viel effektiver mit den Kindern arbeiten, denn so sind die Gruppen kleiner", sagt Jochen Weber, selber Lehrer und Berater für Grundschulsport an Trierer Grundschulen.
Weniger Schüler pro Lehrer
Eine Klasse kann in vier kleine Gruppen je nach Schwimmniveau aufgeteilt werden. Sollte ein Lehrer krank sein, kann das jetzt besser aufgefangen werden. Schulen die keine Lehrer haben, die schwimmen unterrichten dürfen, können jetzt auch auf Kristina Wittmann und ihren Kollegen zurückgreifen.
Viele Kinder sind Nichtschwimmer
Ziel des neuen Schwimmkonzepts ist es, dass sich alle 960 Trierer Drittklässler innerhalb eines Schuljahres möglichst sicher im Wasser bewegen können.
Ein Drittel der Kinder in Rheinland-Pfalz sind Nichtschwimmer.
Den Anstoß zum Konzept gab der neue rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD), als er noch Stadtrat in Trier war. "Ein Drittel der Kinder in Rheinland-Pfalz sind Nichtschwimmer. Da wollen wir besser werden", sagt Teuber. Vorbild ist die Stadt Ludwigshafen, wo mehrere Schulen den Schwimmunterricht gemeinsam organisieren. Die beiden Konzepte sollen jetzt auch in anderen Regionen des Landes vorgestellt werden.
Pro Grundschule drei Wochen Unterricht
Die Trierer Drittklässler werden künftig dreimal pro Woche jeweils eine Stunde schwimmen gehen. So sind die Schulen nach drei Wochen mit ihrem Schwimmprogramm fertig. Innerhalb eines Schuljahres sollen so alle Trierer Drittklässler am Schwimmunterricht teilgenommen haben.
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Mehr Schwimmzeiten für Grundschulen
Damit das funktioniert, mussten mehr Schwimmzeiten für die Schulen freigeschaufelt werden. Die Stadtwerke Trier haben als Betreiber der Bäder ihre Zeitpläne geändert und vormittags mehr Becken für die Schüler gesperrt. Außerdem soll in der warmen Jahreszeit auch das Freibad Nord genutzt werden. Bisher fand der Unterricht nur im Hallenbad an den Kaiserthermen statt.