Schwimmen macht schlau!

Schwimmen hält nicht nur fit – es schützt auch vor Demenz. Eine Studie zeigt nun: Es fördert auch die Gedächtnisleistung.

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Von Autor/in Matthias Bremer

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So gut ist Schwimmen für Körper und Kopf

Es stärkt Herz und Muskeln – und tut auch dem Gehirn gut: Schwimmen. Besonders ältere Menschen profitieren: Sie bleiben wacher, konzentrierter und geistig beweglich. Der gelenkschonende Sport bringt Bewegung in den Alltag und kann sogar das Demenzrisiko senken. Wie hält Schwimmen den Kopf fit?

Studie zeigt: Schwimmen macht schlau

Eine Studie mit Schulkindern gibt Hinweise darauf, dass Schwimmen für eine bessere Gehirnleistung sorgt und somit beim Lernen helfen kann.

Die Kinder sollten in der Studie schwierige neue Wörter lernen. Eine Gruppe hat danach gemalt, die zweite Gruppe hat ein Workout absolviert und die dritte Gruppe ein Schwimmtraining.

Die Kinder aus dem Schwimmtraining hatten eine signifikant höhere Genauigkeit bei der Worterkennung als die Kinder aus den anderen beiden Gruppen. Das Fazit der Studie: Schwimmtraining könnte positive Effekte fürs Lernen haben.

Ein Mann mit weißem Bart und Glatze ist mit drei Kindern im Schwimmbecken

„Solche Studien sind natürlich Gold wert, weil sie uns immer wieder beweisen: Bewegung und Sport verbessern die Konzentrations- und Aufmerksamkeits-Fähigkeit, gerade bei Kindern“, freut sich der Sportwissenschaftler Stefan Schneider. Doch wie funktioniert das?

Schwimmen als Ausdauersport hat positive Effekte für Körper und Geist

Schwimmen sorgt für komplexe Bewegungsabläufe, die unser Gehirn beanspruchen. Gleichzeitig kommt man beim Schwimmen, wie auch bei anderen Ausdauersportarten, in den berühmten Flow-Zustand: Der Körper baut Stress ab, man wird sorgloser und hat das Gefühl, den Kopf freizubekommen.

Neben den kurzzeitigen Effekten - wie der Stressregulation - bringen Bewegung und Ausdauersport auch noch weitere gesundheitliche Vorteile mit sich:

„Wir haben eine Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems, einen Muskelaufbau und eine Stärkung der Knochendichte.“

 Darüber hinaus soll Ausdauersport die Konzentration und Aufmerksamkeit verbessern und sogar Erkrankungen wie Demenz vorbeugen können.

Ist Schwimmen besser als Joggen oder Radfahren?

Sportmediziner Dr. Johannes Kirsten von der Uniklinik Ulm hat sich mit den Vorteilen von Ausdauersportarten beschäftigt. Beim Schwimmtraining sieht er Besonderheiten:

„Sie sind im Wasser, tragen Ihr Körpergewicht nicht und haben ein anderes Temperaturempfinden. Wenn Sie den Kopf unter Wasser haben, sind die Geräusche anders. Sie haben im Gegensatz zum Laufen, je nach Schwimm-Lage, eine relativ komplexe Bewegung.“

Seiner Meinung nach gäbe es gute Argumente dafür, dass Schwimmen für das Gehirn noch günstiger sein könnte als andere Arten von Ausdauersport - wie Laufen oder Radfahren.

Schwimmen schont Gelenke

Ein weiterer Vorteil: Schwimmen ist im Vergleich zu anderen Sportarten sehr gelenkschonend: Sehnen, Bänder und Gelenke müssen im Wasser weniger Gewicht halten. Deshalb wird der Sport Menschen mit Übergewicht oder Gelenkproblemen, sowie während einer Schwangerschaft besonders empfohlen.

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Matthias Bremer
Onlinefassung
Silja Kopp