Als Kind pfeift Yusuke Matsumura zum Zeitvertreib. Aber das klappt zunächst nicht richtig. Als er aber Tuba lernt, kann er plötzlich über drei Oktaven pfeifen. Als Jugendlicher sieht er im Fernsehen, wie drei Japaner bei einer Weltmeisterschaft gewinnen und weiß: Das will er auch! Yusuke pfeift jeden Tag. Es ist für ihn keine Übung, sondern Vergnügen, sagt er.
Starkes Lampenfieber beim Auftritt: WM der Kunstpfeifer
Vor zehn Jahren will er dann zum ersten Mal bei der WM teilnehmen. Doch zunächst wird er nicht einmal zur Vorauswahl zugelassen. Zu viel Lampenfieber, Ehrgeiz und Stress. Oft denkt er daran, hinzuwerfen.
Pfeifen als Straßenmusik
Dann fängt er an, in Deutschland Gesang zu studieren – in Trossingen. Irgendwann beginnt er, Straßenmusik zu machen. Er pfeift mal mit, mal ohne Klavierbegleitung. Und das kommt an. Viele Menschen reagieren positiv auf seine Kunst. Matsumura gewinnt so mehr und mehr Selbstvertrauen. Immer wieder tritt er an, bei der Weltmeisterschaft. Und 2024 klappt es endlich.
Das meiste hat er sich selbst beigebracht, erzählt er. Natürlich ist die Technik dabei sehr wichtig. Aber noch viel wichtiger sind Leidenschaft und Emotionen für ihn.
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Extra-Rolle am Theater Trier
Und Freude muss es machen, sagt er. Seit dem Sommer singt Matsumura im Opernchor des Theaters Trier. Und hat in "My Fair Lady" ein Kunstpfeif-Solo. Eigentlich ist das ein Part, den der ganze Chor pfeift. Aber Matsumura hat in einer Probe so überzeugt, dass er das Lied nun allein auf der Bühne pfeifen darf.