Deutschland hat gewählt

Bundestagswahl: CDU gewinnt, auch in Rheinland-Pfalz - AfD auf Platz zwei

Nach dem Endergebnis hat die Union die Bundestagswahl gewonnen. Die AfD ist zweitstärkste Kraft. FDP und BSW sind gescheitert. Auch in RLP heißen die Sieger CDU und AfD.

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Stand

So hat Deutschland gewählt

CDU und CSU haben deutschlandweit die meisten Stimmen geholt. Laut dem vorläufigen Ergebnis von infratest dimap hat die Union 28,5 Prozent (+4,4) der Stimmen geholt.

Zweitstärkste Kraft wird die AfD mit 20,8 Prozent (+10,4). Die SPD 16,4 Prozent (-9,3), die Grünen holen 11,6 Prozent (-3,1). Die Linke ist mit 8,8 Prozent dabei (+3,9).

Den Einzug in den Bundestag nicht geschafft hat das BSW mit 4,9 Prozent (+4,9). Die FDP erreichte liegt bei 4,3 Prozent (-7,1) und scheiterte ebenfalls. Die Freien Wähler erzielten 1,5 Prozent (-0,9). Die Wahlbeteiligung lag bundesweit bei 82,5 Prozent - der höchste Wert seit 1990.

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Rheinland-Pfalz

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Die Union hat die Bundestagwahl gewonnen. Laut vorläufigem Endergebnis landet sie mit 28,5 Prozent vor der AfD mit 20,8. Hier alle wichtigen Ergebnisse - auch aus Rheinland-Pfalz-Sicht - zum Nachlesen.

So hat Rheinland-Pfalz gewählt

Die CDU ist bei der Bundestagswahl in Rheinland-Pfalz stärkste Kraft geworden. Das amtliche Endergebnis zeigt die Christdemokraten bei 30,6 Prozent (+5,9). Zweitstärkste Kraft ist auch hier die AfD mit 20,1 Prozent (+10,9).

Die SPD kommt auf 18,6 Prozent (-10,8), die Grünen auf 10,3 Prozent (-2,2). Die Linke erreicht 6,5 Prozent (+3,2). Die FDP liegt bei 4,6 Prozent (-7,1), das BSW bei 4,2 Prozent (+4,2), die Freien Wähler bei 2,1 (-1,5)

Etwa 2,97 Millionen Wahlberechtigte waren in Rheinland-Pfalz aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Die Wahlbeteiligung betrug 83,0 Prozent und war damit 5,8 Prozentpunkte höher als bei der Bundestagswahl 2021.

Das sind die Gewinner der Wahlkreise in Rheinland-Pfalz

In 14 der 15 Wahlkreise holten Kandidatinnen und Kandidaten der CDU die meisten Stimmen, in einem lag der Kandidat der SPD vorn. Wegen des neuen Wahlrechts bedeutet der Gewinn eines Wahlkreises bei den Erststimmen aber nicht mehr automatisch den Einzug in den Bundestag.

Für drei Wahlkreisgewinner der CDU hat das zur Folge, dass sie trotz ihres Sieges nicht in den Bundestag einziehen. Betroffen sind Ursula Groden-Kranich (Mainz), Sertac Bilgin (Ludwigshafen/Frankenthal) und Dominik Sienkiewicz (Trier). Die drei hätten nur ein Bundestagsmandat erhalten, wenn ihre Partei genügend Zweitstimmen im Land gewonnen hätte. Das gelang der CDU aber trotz ihres Wahlsieges nicht.

Die meisten Erststimmen in den Wahlkreisen haben geholt:

  • Ahrweiler: Mechthild Heil, CDU (39,3 Prozent)
  • Bitburg: Patrick Schnieder, CDU (40,2 Prozent)
  • Kaiserslautern: Matthias Mieves, SPD (28,0)
  • Koblenz: Josef Oster, CDU (35,7 Prozent)
  • Kreuznach: Julia Klöckner, CDU (32,3 Prozent)
  • Ludwigshafen-Frankenthal: Sertac Bilgin, CDU (27,1 Prozent)
  • Montabaur: Harald Orthey, CDU (35,7 Prozent)
  • Mosel/Rhein-Hunsrück: Marlon Bröhr, CDU (38,2 Prozent)
  • Neustadt-Speyer: Johannes Steiniger, CDU (34,7 Prozent)
  • Worms: Jan Metzler, CDU (35,3 Prozent)
  • Neuwied: Ellen Demuth, CDU (35,6 Prozent)
  • Trier: Dominik Sienkiewicz, CDU (30,8 Prozent)
  • Mainz: Ursula Groden-Kranich, CDU (27,3 Prozent)
  • Südpfalz: Thomas Gebhardt, CDU (38,2 Prozent)
  • Pirmasens: Florian Bilic, CDU (33,3 Prozent)

So sind die Reaktionen auf die Wahl aus Rheinland-Pfalz

Friedrich Merz werde der nächste Bundeskanzler, war sich am Wahlabend der Chef der rheinland-pfälzischen CDU, Gordon Schnieder, im SWR sicher. Nur mit welcher Koalition lasse sich noch nicht abschätzen: "Wir werden mal schauen, was auch gerade mit den kleinen Parteien noch passieren wird im Laufe des Abends und dann werden wir, glaub ich, erst sehr spät heute Abend wissen, welche Möglichkeit es dann im Nachgang noch geben wird."

"Die Sozialdemokratie muss sich jetzt erstmal ihr eigenes Ergebnis anschauen, muss sich sortieren", sagte RLP-Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) am Abend über das schwache Ergebnis der Partei.

Jan Bollinger, Vorsitzender der AfD in Rheinland-Pfalz sagte im SWR: "Wir haben als AfD, gerade in Rheinland-Pfalz, das Wahlergebnis mehr als verdoppelt. Wir sind damit der eigentliche Wahlgewinner und es ist klar, wir sind als Volkspartei auch im Westen angekommen."

Paul Bunjes, Landesvorsitzender der Grünen, betont: "Wir haben von den Ampelparteien am wenigsten verloren. Wir sind konstant geblieben. Wir haben im Vergleich zum letzten November, wo wir in Umfragen deutlich schlechter dastanden, auch nochmal aufgeholt."

Für Dave Koch, Landeschef der Linken, war das Thema Migration der Hauptgrund dafür, dass wieder mehr Menschen ihr Kreuz bei seiner Partei machten. Viele hätten gedacht, es brauche "eine Partei, die wirklich darauf pocht, dass Menschenrechte auf Asyl eingehalten werden."

"Das ist ein enttäuschendes Ergebnis, was zum jetzigen Zeitpunkt vorliegt", gestand Daniela Schmitt, die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP. "Wir schauen natürlich auf die weitere Entwicklung des Abends, aber wir hätten uns ein besseres Ergebnis gewünscht."

"Das ist eine gute Ausgangsbasis, egal, ob wir noch reinrutschen oder nicht", sagt Andreas Hartenfels vom BSW-Landesvorstand. "Vielleicht kriegt es noch das Sahnehäubchen mit 5,0 oder 5,1 Prozent."

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Diese Besonderheiten gibt es in Rheinland-Pfalz

In RLP gibt es zwei Besonderheiten bei der Stimmauszählung. In Orten, die zu einer Verbandsgemeinde gehören, wird das Wahlergebnis in der Regel ohne Briefwähler angezeigt. Die Briefwahl wird zumeist zentral bei der Verbandsgemeinde ausgezählt und kann daher nicht separat für die einzelnen Gemeinden ermittelt werden.

Konkret heißt das: In den Ergebnissen der Ortsgemeinden sind nur die in den Wahllokalen abgegeben Urnen-Stimmen enthalten. Möglicherweise enthält dieses Gemeindeergebnis auch Stimmen aus Nachbargemeinden, wenn dort weniger als 30 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme im Wahllokal abgegeben haben.

Wie wird das Wahlergebnis ermittelt?

Die Wahllokale waren seit Sonntag, 18 Uhr, geschlossen. Danach folgte die Auszählung der Stimmen per Hand. Bis das offizielle amtliche Endergebnis ermittelt ist, dauert es noch. In der Regel ist es innerhalb von zwei Wochen nach der Wahl da.

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