- Was sind die Top-Weihnachtsgeschenke 2025?
- Was macht ein gutes Geschenk aus?
- Was sind No-Gos und wie vermeide ich Fettnäpfchen?
- Warum nicht auch mal Gebrauchtes verschenken?
- Wie kann man den Druck aus dem Schenken nehmen?
Was sind die Top-Weihnachtsgeschenke 2025?
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala für Weihnachtsgeschenke der Deutschen steht auch in diesem Jahr der gute alte Gutschein. Im Trend dicht gefolgt von Spielwaren, Büchern und Kosmetik. Das zeigt das Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland.
Diesen Trend kann Buchhändlerin Helena Bose aus Mainz bestätigen: "Die Leute schenken gerne Gutscheine. Gerade, wenn sie nicht genau wissen, was sie verschenken sollen." Bücher aber auch, ergänzt ihr Kollege Thomas Schröder. Die klassischen Weihnachtsgeschichten erfreuten sich zum Beispiel nach wie vor großer Beliebtheit. Und das nicht nur bei Kindern. "Es gibt da schon Titel, die auch den ein oder anderen kindgebliebenen Erwachsenen faszinieren", erzählt Schröder lächelnd.
In puncto Spielwaren kann Hubert Schönherr, Inhaber eines Spielwarenladens in Mainz, den deutschlandweiten Trend bestätigen. Das Geschäft laufe gut, wie immer an Weihnachten. "Die Leute spielen gerne, sehr gerne sogar mittlerweile", stellt Schönherr fest. Während der Corona-Pandemie hätte es da nochmal einen Aufschwung gegeben, der bis heute anhalte. Egal, ob Gesellschafts-, Quiz-, Escape- oder Partyspiele.
Was macht ein gutes Geschenk aus?
Britta Krahn ist Wirtschaftspsychologin und Expertin für Weihnachtsgeschenke. Ihrer Auffassung nach muss ein gutes Geschenk vor allem Annerkennung und Wertschätzung ausdrücken. Also zeigen, dass man die beschenkte Person gut kennt und ihre Interessen wertschätzt.
Was sind No-Gos und wie vermeide ich Fettnäpfchen?
Problematisch wird es laut Geschenk-Expertin Krahn dann, wenn das Geschenk nur dem Schenkende gefalle. Wenn der Zweck dem Beschenkten eine Freude zu machen also zweitrangig werde.
Aber auch unpersönliche Geschenke wie beispielsweise Pralinen für Frauen oder Schnaps für Männer können zu Unmut führen. Da sie das Signal senden: Ich habe mir keine Gedanken für dich gemacht, du bist nur ein pauschales Geschenk wert.
Immer seltener verschenken die Deutschen der Statistik des Handelsverbandes zufolge Werkzeuge oder Küchengeräte. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass man schon ganz genau wissen muss, welche Küchengeräte im Haushalt der beschenkten Person denn wirklich fehlen. Ein unpersönlicher Gutschein für einen Küchenausstatter braucht da weniger Denkleistung.
Warum nicht auch mal Second Hand schenken?
Der Trend, gebrauchte Waren zu verkaufen und auch zu verschenken, nimmt zu - nicht nur zu Weihnachten. Denn sie sind günstiger als neue Produkte und schonen auch die Umwelt. Es werden keine neuen Ressourcen verbraucht und weniger Müll produziert. Allerdings sollte man natürlich darauf achten, dass die Produkte noch funktionieren, rät Ruth Preywisch von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
"Das kann vor allem bei Plastik schwierig werden, denn es hängt vom Alter ab, wie haltbar das Material noch ist. Und man will ja auch nichts unter den Baum legen, was beim Spielen zerbricht oder splittert", erklärt Preywisch im SWR-Interview.
Aber es gibt noch einen Punkt, der zum Beispiel für gebrauchte Spielsachen spricht: "Man kann davon ausgehen, dass in Neuprodukten unter Umständen mehr Schadstoffe enthalten sind als in gebrauchten Produkten. Denn diese wurden schon bespielt und benutzt", so Preywisch.
Wie kann man den Druck aus dem Schenken nehmen?
In den Wochen vor Weihnachten kann die Suche nach dem perfekten Geschenk zu Stress und Druck führen. Zeitnot kurz vor dem Fest kommt dann oft auch noch dazu. Laut Geschenk-Expertin Krahn hilft es dann, das naheliegendste Geschenk zu wählen. Ein Geschenk zu wählen, das bei der beschenkten Person zu einer kleinen, positiven Überraschung führt. Denn am Ende des Tages sollte ein Geschenk nicht eine Notwendigkeit oder eine Pflichterfüllung sein. Sondern ein Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung.