Der Wahlkreis Neuwied erstreckt sich über die beiden Landkreise Altenkirchen und Neuwied.
Direktkandidatinnen und -kandidaten im Wahlkreis Neuwied
Der Wahlkreis Neuwied ist seit vielen Jahren fest in CDU-Hand. Zum ersten Mal will Ellen Demuth das Direktmandat holen. Ihr Vorgänger Erwin Rüddel, der am 3. Februar überraschend gestorben ist, hat das vier Mal geschafft, aber bereits im Herbst auf eine erneute Kandidatur verzichtet. 2017 hatte Rüddel noch 43,2% der Erststimmen bekommen, 2021 waren es 31,9%. Martin Diedenhofen von der SPD war ihm mit 30,2% dicht auf den Fersen. Diesmal stehen hier neun Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl:
Für die SPD tritt zum ersten Mal Jan Hellinghausen (34) an. Der Lehrer aus Scheuerfeld ist Vorsitzender des SPD-Kreisverbands und ersetzt Martin Diedenhofen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antritt.
Für die CDU möchte Ellen Demuth (42) den Sprung nach Berlin schaffen. Die Betriebswirtin aus Linz ist seit 2011 im Landtag von Rheinland-Pfalz.
Bündnis 90/Die Grünen schicken den Studenten Thorben Thieme (23) aus Vettelschoß ins Rennen.
Sandra Weeser (55) aus Betzdorf sitzt für die FDP bereits seit 2017 im Bundestag. Davor war sie Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz.
Für die AfD kandidiert erneut Andreas Bleck (36). Der Lehramtsstudent aus Bad Hönningen ist 2017 zum ersten Mal in den Bundestag eingezogen.
Weitere Direktkandidatinnen und -kandidaten für den Wahlkreis Neuwied sind der Handwerker Carsten Zeuch aus Eichen für die Freien Wähler, die Roßbacherin Julia Eudenbach für Die Linke und René Krämer aus Ingelbach für die Partei Volt. Auch für das Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit gibt es im Wahlkreis Neuwied eine Kandidatin: Nalan Özcan aus Roth.
Ergebnisse Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Neuwied
Gut drei Viertel aller Wahlberechtigten nutzten ihr Stimmrecht bei der vergangenen Bundestagswahl (Wahlbeteiligung 76,4%). Das Ergebnis damals: SPD (30%) und CDU (26,8%) lagen mit Abstand vorne, wobei beide anteilig weniger Menschen als bei der vorherigen Wahl von sich überzeugen konnten.
Dahinter folgten FDP (11,5%), Grüne (10,5%) und AfD (9,7%). Die Freien Wähler und Die Linke konnten je etwa drei Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Die größten Verluste machte bei der Wahl 2021 die Union. Auch die Zustimmung für Die Linke und die AfD nahm damals leicht ab. Zulegen konnten im Wahlkreis Neuwied SPD und Grüne.