Die 1960er

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Stand

Anfang der 1960er regierte noch Adenauer, am Ende Willy Brandt. Dazwischen: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess, die Mondlandung - und natürlich die Studentenbewegung von 1968.

Dezember 1961 Todesurteil wegen Brandstiftung – DDR-Strafprozess gegen Walter Praedel 1961

Er hörte Willy Brandt im Radio und zündete eine Scheune an. Niemand wurde verletzt. Warum wurde Walter Praedel dann zum Tod verurteilt? Beklemmende Aufnahmen eines DDR-Strafprozesses.

1961 Der Eichmann-Prozess

Adolf Eichmann lässt als SS-Obersturmbannführer Millionen Juden deportieren. Nach dem Krieg taucht er unter. Mossad-Agenten fassen ihn 1960 in Argentinien. In Israel wird er 1961 zum Tod verurteilt.

Das Wissen: Archivradio SWR Kultur

1962 Die SPIEGEL-Affäre

Spiegel-Chef Augstein wird verhaftet, weil Verteidigungsminister Strauß ein Artikel nicht passt. So wird es meist erzählt. Doch die Wahrheit ist komplizierter. Und der BND mischte auch mit.

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2

Oktober 1962 Die Kuba-Krise

Vor 60 Jahren stand die Welt vor einer nuklearen Katastrophe. Die Lage ähnelt aktuell der im Ukraine-Krieg. Nur Putin zeigt nicht die gleiche Einsicht wie einst Chruschtschow.

SWR2 Wissen SWR2

1961 Der Mauerbau

Um Mitternacht wird die Sektorengrenze abgeriegelt. Reporter berichten schon in den frühen Morgenstunden von den Bauarbeiten. Zu hören: Aufnahmen aus Ost und West – eingeordnet vom Historiker Dr. Stefan Wolle.

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2

Dezember 1960 Deutschlands erstes Kernkraftwerk Kahl am Main

Dezember 1960 | Mit dem Kernkraftwerk Kahl am Main beginnt auch Deutschland, die Kernenergie für zivile Zwecke nutzen. 25 Jahre lang sollte es Strom liefern, 1985 wurde es stillgelegt. Im Jahr der Inbetriebnahme 1960 besucht Wissenschaftskorrespondent Ernst von Khuon das Kraftwerk und schildert, was es von herkömmlichen Kraftwerken unterscheidet. | Kernenergie

1961 Contergan-Skandal kommt ins Rollen

1961 | Das Schlafmittel war 1957 eingeführt worden. Auch schwangere Frauen nahmen es. Die Folgen: Tausende Kinder kamen mit Fehlbildungen auf die Welt. Der Rechtsanwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen und der Arzt Widukind Lenz deckten den Zusammenhang auf. | Mehr historische Aufnahmen zur Medizingeschichte: http://swr.li/medizingeschichte

28.2.1961 Bundesverfassungsgericht stoppt "Adenauer-Fernsehen"

28.2.1961 | Das von Adenauer geplante "Deutschland-Fernsehen" verstößt gegen das Grundgesetz – die erste von bisher 15 Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunk in Deutschland. | http://swr.li/BVerfG-Adenauer-Fernsehen

25.5.1961 John F. Kennedy überzeugt den Kongress von der Mondmission

25.5.1961 | Der junge US-Präsident Kennedy schwört die Nation auf den Wettlauf zum Mond ein. Noch in den 1960ern will er einen Mann auf den Mond bringen und wieder gesund zurück zur Erde.

16.6.1961 Heinz Brandts Frau über die Verschleppung ihres Mannes

16.6.1961 | Entführt nach Ostberlin (12) | Drei Wochen nach der Entführung von Heinz Brandt am 16. Juni 1961 äußert sich seine Frau und spekuliert über die Gründe der Stasi.

27.6.1961 DGB und IG Metall fordern Heinz Brandts Freilassung

27.6.1961 | Entführt nach Ostberlin (11) | Auf dem Gewerkschaftstag der ÖTV am 27. Juni 1961 informiert der DGB-Vorsitzende Willi Richter über den Stand der Dinge im Entführungsfall Heinz Brandt und verurteilt das Vorgehen der DDR-Regierung.

17.2.1962 Sturmflut in Hamburg – Helmut Schmidt profiliert sich als Krisenmanager

17.2.1962 | In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar fegt ein Orkan mit mehr als 130 km/h über Norddeutschland. Er drängt das Wasser der Nordsee an die Küste und in die Elbe. Deiche brechen, Hamburgs Innenstadt, überhaupt ein Sechstel der Stadt steht unter Wasser, die Stadt erlebt die schlimmste Sturmflut seiner Geschichte. Mehr als 300 Menschen sterben, 20.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Der spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt ist damals Polizeisenator in Hamburg. Schon in der Nacht beginnt er, die Rettungsaktionen zu koordinieren. Vor allem organisiert er auch die Unterstützung der Bundeswehr, was damals ungewöhnlich und umstritten ist, denn die Bundeswehr darf damals laut Grundgesetz keine zivilen Aufgaben übernehmen. Diese Möglichkeit wurde ihr offiziell erst 1968 mit den Notstandsgesetzen gegeben. Wir hören zunächst Helmut Schmidt, wie er am 17. Februar 1962 die Lage erklärt, anschließend zwei Reportagen, eine aus der Hamburger Innenstadt und eine vom Hubschrauber über Niedersachsen.
Nicht nur Hamburg ist betroffen, sondern auch große Teile von Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In einer Reportage aus dem Hubschrauber schildert Reporter Giselher Schaar die Lage an der Niedersächsischen Küste.

4. und 5.9.1962 Charles de Gaulle in Bonn – Erster französischer Staatsbesuch im 20. Jahrhundert

4. und 5.9.1962 | Präsident de Gaulle lässt sich nach seinem Amtsantritt drei Jahre Zeit, bevor er Deutschland besucht; zu groß ist das Misstrauen der französischen Bevölkerung.

9.9.1962 Charles de Gaulle: Rede an die deutsche Jugend in Ludwigsburg

9.9.1962 | Am Ende seines einwöchigen Staatsbesuchs in der Bundesrepublik hält der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Schloss Ludwigsburg eine Rede an die deutsche Jugend.

12.9.1962 John F. Kennedy: "Wir fliegen zum Mond, weil es schwer ist."

12.9.1962 | John F. Kennedy hält an der Rice-Universität in Houston eine Rede, in der er die Bevölkerung für die ehrgeizigen Pläne zur Mondlandung gewinnen will.

27.10.1962 "Bedingt abwehrbereit": Beginn der Spiegel-Affäre

27.10.1962 | Am Abend des 26. Oktober 1962 besetzte die Polizei Redaktionsräume des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" im Hamburger Pressehaus. Vorausgegangen waren Berichte des "Spiegel", die sehr kritisch gegenüber der Politik von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) waren. Insbesondere der Artikel, der am 10. Oktober 1962 unter der Überschrift "Bedingt abwehrbereit" erschienen war.
Der Artikel kam zu dem Ergebnis, dass die Verteidigungsstrategie der Bundeswehr im Fall eines sowjetischen Angriffs nicht funktionieren würde. Die Bundeswehr sei dafür zu schlecht ausgestattet.
Diesen Artikel und die darin enthaltenen Details betrachteten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Verteidigungsminister Strauß als Landesverrat, aber auch Bundesanwalt Albin Kuhn sah das so.
Am 23. Oktober 1962 ergingen Haftbefehle, drei Tage später schlug das Bundeskriminalamt zu und am folgenden Morgen, dem 27. Oktober 1962, informierte der Verlag die Öffentlichkeit über die Vorgänge.
Später, am selben Tag, befragen Journalisten die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, worüber wiederum der Südwestfunk berichtete. Darin fällt auch das Stichwort "Onkel Aloys". Unter diesem Titel war im September bereits ein Strauß-kritischer Artikel im Spiegel erschienen – und zwar darüber, dass ein enger Vertrauter der Strauß-Familie, Aloys Brandenstein, durch Rüstungsgeschäfte der Bundesregierung Millionen an Provisionsgeldern kassiert habe.
Minister Strauß verklagt "Spiegel"-Chef Rudolf Augstein. Viele spekulieren, dass die aktuelle Aktion gegen den "Spiegel" ein Racheakt des Verteidigungsministeriums sei. Auch diese Frage sprechen die Journalisten gegenüber der Bundesanwaltschaft an.

3.1.1963 Sefton Delmer als Deutscher in Frankreich

3.1.1963 | Der britische Journalist und Berlin-Korrespondent Sefton Delmer begab sich für eine Reportage des Magazins "Stern" auf Frankreich-Reise. Er wollte herausfinden, ob sich – knapp 18 Jahre nach dem Krieg – eine echte deutsch-französische Freundschaft entwickelt hat.

22.1.1963 Unterzeichnung des Élysée-Vertrags: Live-Reportage

22.1.1963 | Live-Reportage von der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle. Der Vertrag bekräftigt die deutsch-französische Partnerschaft und verpflichtet beide Länder, sich in wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits- und Kulturpolitik abzustimmen. Reporter: Georg Stefan Troller (*10.12.1921)

Weihnachten 1963 DDR-Rundfunk über das Passierscheinabkommen

Weihnachten 1963 | Am 20. Dezember 1963 konnten Westberliner wieder ihre Verwandten in Ostberlin besuchen – dank des neuen Passierscheinabkommens. Auch der DDR-Rundfunk berichtete darüber – hier in einer Hintergrundsendung am 5. Januar 1964 mit den üblichen Seitenhieben auf die Behörden in der Bundesrepublik.

20.12.1963 Der Frankfurter Auschwitz-Prozess beginnt

20.12.1963 | Am 20. Dezember 1963 beginnt der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess. Initiiert wurden die Prozesse vom Hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Sein Ziel war es, die Verantwortlichen im Vernichtungslager Auschwitz zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Prozess hatte auch eine starke politische Bedeutung: 1961 fand in Jerusalem der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann statt, im Frühjahr 1963 hatte die DDR Bundeskanzleramtschef Hans Globke wegen seiner Nazivergangenheit verurteilt. Die Bundesrepublik war in der juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen somit ein Nachzügler.
Gleichzeitig stand die Öffentlichkeit den Prozessen gespalten gegenüber. Es gab ein großes Bedürfnis, nicht an die die NS-Zeit erinnert zu werden. Ein öffentlicher Prozess, der die Vergangenheit wieder aufwühlen würde, würde dem Ansehen Deutschlands schaden, so eine weit verbreitete Meinung.
Diesen Zwiespalt spiegelt der Kommentar von Werner Ernenputsch im zweiten Teil dieser Aufnahme. Zunächst zu hören ist aber die Live-Reportage vom Hessischen Rundfunk von der Prozesseröffnung im Frankfurter Römer.
Im Sitzungssaal des Frankfurter Stadtparlaments beginnt der Prozess gegen 22 Angeklagte. Vor Saalgeräuschen im Hintergrund eröffnet Richter Hans Hofmeyer den Prozess. Es werden Angaben zur Person der Angeklagten und der Geschworenen gemacht und Einzelheiten des Gerichtssaals beschrieben.
Von den Verhandlungstagen ab 1964 existieren zahlreiche Aufnahmen – einzelne davon im Archivradio, die meisten aber auf den Seiten des Fritz-Bauer-Instituts.

14.5.1964 Israelitische Feierstunde im Süddeutschen Rundfunk

14.5.1964 | Ebenso wie christlichen Kirchen werden auch jüdischen Gemeinden Sendezeiten im Rundfunk eingeräumt. Ein Beispiel ist die Reihe "Israelitische Feierstunde" im Süddeutschen Rundfunk.

3.6.1964 Heinz Brandt ist befreit und berichtet von seiner Verschleppung

3.6.1964 | Entführt nach Ostberlin (13) | Drei Jahre nach seiner Entführung wird Heinz Brandt freigelassen. In einer Pressekonferenz schildert er seine Entführung und Gefangennahme.

28.8.1964 Auschwitzprozess: Ärzte im "Zigeunerlager" – Der Name "Mengele" taucht auf

28.8.1964 | Der erste Auschwitzprozess fand zwischen 1963 und 1965 in Frankfurt am Main statt. Zu den zentralen Themen des ersten Auschwitzprozesses gehörte die Frage, welche Ärzte die "Selektion“ betrieben haben. Damit ist die Aussonderung von kranken und alten Gefangenen gemeint, die unmittelbar der Tötung zugeführt werden sollten. Bei den Selektionen waren meist Ärzte dabei; ihnen oblag die Entscheidung über Leben oder Tod.
Die Vernehmung des Zeugen und späteren Nebenklägers Aron Bejlin durch Richter Hans Hofmeyer am 28. August 1964 dreht sich um diese Frage. Bejlin war selbst Arzt und lebte in seiner Häftlingsbaracke mit anderen Ärzten zusammen. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich das "Zigeunerlager“, wo laufend Selektionen stattfanden. Innerhalb kurzer Zeit, so der Zeuge, waren alle Zigeuner vernichtet. Im Lagerjargon gab es den "Goebbels-Kalender“ – ein makabrer Begriff für jüdische Feiertage, an denen die SS besonders viele Vergasungen unternahm.
Aron Bejlin wurde, wie viele Ärzte unter den Häftlingen, zu pflegerischen Aufgaben abgestellt und berichtet von 40 griechischen Jungs, die er mit seinen primitiven Verbandsmaterialien nicht versorgen konnte. Den Kindern hatte der Lagerarzt Horst Schumann mit Röntgenstrahlen die Hoden verbrannt.
Bejlin erwähnt mehrmals in der Vernehmung den Lagerarzt Josef Mengele. Er ist heute für seine medizinische Experimente an Gefangenen berüchtigt und rückte erst durch diesen Prozess ins Bewusstsein der Strafverfolgung. Mengele starb unbehelligt 1979 in Südamerika.

10.9.1964 Der millionste Gastarbeiter: Armando Rodrigues de Sá kommt in Köln an

10.9.1964 | Das deutsche Wirtschaftswunder braucht Personal. Die Bundesrepublik wirbt schon in den 1950ern im Ausland um Arbeitskräfte – und bekommt sie, die "Gastarbeiter". Einen feiert sie ganz besonders. Der ahnt noch nichts von seinem "Glück", als er sich 1964 in Portugal in den Zug setzt und mit rund 1000 anderen Arbeitern aus Spanien und Portugal im Bahnhof Köln-Deutz ankommt.
Es ist bereits klar: Mit diesen Zügen wird die Zahl von einer Million Gastarbeitern überschritten. Daher wird im Zug ausgelost, welchem der Mitfahrer diese Ehre zuteilwird, der einmillionste zu sein. Es ist der 38-jährige Armando Rodrigues de Sá aus dem kleinen nordportugiesischen Dorf Vale de Madeiros. Als glücklicher Gewinner bekommt er ein Moped geschenkt. Selbst kommt er allerdings nicht zu Wort in diesem Bericht des WDR-Reporters Walter Hahn.
Von Köln aus zieht Armando Rodrigues weiter nach Baden-Württemberg, wo er in Sindelfingen als Zimmermann arbeitet. Später zieht er um nach Wiesbaden. Bei einem Heimataufenthalt wird 1971 bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert. Er bleibt in Portugal, wo er 1979 im Alter von 53 Jahren stirbt – wovon in Deutschland zunächst niemand Notiz nimmt.

8.10.1964 Die Rolle der Ärzte in den Gaskammern

8.10.1964 | In diesem Ausschnitt vom 8. Oktober 1964 erzählt der ehemalige Auschwitz-Häftling Filip Müller von seinen Beobachtungen von Ärzten im Umfeld der Gaskammern und Verbrennungsöfen. | http://swr.li/aerzte-in-auschwitz

7.11.1964 Länder einigen sich: Schulbeginn nach den Sommerferien

7.11.1964 | Wann beginnt das neue Schuljahr? Die NS-Regierung hatte den Schuljahresbeginn 1941 einheitlich auf den September festgelegt. Das änderten die Besatzungsmächte nach dem Krieg. 1948 wurde in den westlichen Besatzungszonen beschlossen, das Schuljahr im Frühjahr beginnen zu lassen, im April, faktisch nach den Osterferien. Eine Ausnahme war Bayern, da blieb es beim Herbst.
1964 gibt es den Wunsch nach einer bundeseinheitlichen Regelung. Es gewinnt die Bayerische Lösung: Schulbeginn im Herbst. Darauf einigen sich die Kultusminister im sogenannten Hamburger Abkommen am 28. Oktober 1964. Eine Woche später erläutert der baden-württembergische Kultusminister Wilhelm Hahn die Gründe. Die Kultusminister hätten sowohl lernpsychologische als auch praktische Erwägungen berücksichtigt.
Die wichtigsten Gründe für die Entscheidung: Die Sommerferien sind so lang, dass sie sich als die bessere Zäsur zwischen den Schuljahren eignen. Und: Die Länder passten sich mit der Einigung an das Ausland an, wo ebenfalls die Herbstlösung dominierte.
In den meisten Ländern, die sich umstellten, gab es im Anschluss an die Entscheidung zwei Kurzschuljahre, sodass 1967 die Umstellung vollzogen war.

9.11.1964 Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen"

9.11.1964 | Die jüdische Philosophin Hannah Arendt erläutert in einem Radiointerview die Thesen ihres Buchs "Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen".

15.1.1965 James-Bond-Film "Goldfinger" kommt in deutsche Kinos

15.1.1965 | Am 14. Januar 1965 kommt der dritte Film der James-Bond-Reihe „Goldfinger“ in die deutschen Kinos. Dazu finden sich in den ARD-Hörfunkarchiven einige Besprechungen.

14.9.1965 Großalarm überall – Die Rolling Stones touren erstmals durch Deutschland

14.9.1965 | Am 11. September 1965 beginnt die erste Deutschland-Tournee der Rolling Stones. Düsseldorf, München, Hamburg: Wo immer die Stones hinkommen, ist die Polizei im Großeinsatz.

20.9.1965 Reaktoreinbau in Atomfrachter "Otto Hahn"

20.09.1965 | Die Vorbereitung für den ersten deutschen Atomfrachter "Otto Hahn" gehen voran. Er entsteht in den Kieler Howaldtswerken, im September 1965 wird der Reaktor eingebaut – samt Auffangbehälter für Brennelemente. | Kernenergie

3.2.1966 Sowjetische Luna 9 setzt auf der Mondoberfläche auf

3.2.1966 | Am 3.2.1966 setzte die sowjetische Sonde Luna 9 auf der Mondoberfläche auf. Ein Meilenstein der Raumfahrt. In den aktuellen Nachrichtensendungen berichtete der Südwestfunk mit Einschätzungen aus Moskau, London und Ostberlin.

14.4.1966 Gammler in München-Schwabing verärgern die Deutschen

14.4.1966 | In den 1960ern entwickelt sich in den beiden deutschen Staaten die Subkultur der Gammler – eine Art Gegenentwurf zum arbeitsamen Deutschen der Wirtschaftswunderjahre.

20.5.1966 Der "Weiße Wal" im Rhein – Beluga-Fieber in Duisburg

20.5.1966 | Ein Weißwal – auch Beluga genannt – schwimmt den dreckigen und verseuchten Rhein hinauf, bis nach Duisburg. Der Zoodirektor will ihn erwischen. Ein Spektakel.

4.11.1966 Kanzlertausch 1966 – Kiesinger dementiert Ambitionen auf Erhard-Nachfolge

4.11.1966 | 1966 ist Bundeskanzler Ludwig Erhard drei Jahre im Amt und sein Image ramponiert. Der einstige Star der Wirtschaftswunderjahre hat die Erwartungen nicht erfüllt.

24.1.1968 Studenten empören sich über Numerus clausus

24.1.1968 | Die Zulassung zum Studium soll durch einen Numerus clausus beschränkt werden. Studentenvertreter sind empört; sie halten dies für verfassungswidrig.

18.2.1968 Der "Leber-Plan" soll den Verkehr neu ordnen

18.2.1968 | Verstopfte Straßen, immer mehr Verkehrstote, die Bundesbahn tief in den Roten Zahlen: Das will Verkehrsminister Georg Leber ändern und mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Eine Idee: LKW-Fahrverbote.

30.3.1968 Physiker Werner Heisenberg über sein Leben

30.3.1968 | Werner Heisenberg prägte die Grundlagen der Kernphysik und ihre Anwendung, die Kernenergie. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er an einem ersten deutschen Kernreaktor.

9.4.1968 Günter Grass zu Studentenbewegung und Prager Frühling

9.4.1968 | Grass' Vortrag wurde zwei Tage vor dem Attentat auf Rudi Dutschke im Rundfunk ausgestrahlt. Grass spricht auch über die Ereignisse in der Tschechoslowakei.

1945 bis 1949 Vom Kriegsende bis zur Geburt von Bundesrepublik und DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Kapitulation Deutschlands übernehmen die vier Siegermächte die Regierungsgewalt. Der Wiederaufbau beginnt – und Deutschland spaltet sich.

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SWR