Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto in Südafrika tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Sie protestieren gegen eine Entscheidung der Apartheid-Regierung, wonach zentrale Schulfächer künftig auf Afrikaans unterrichtet werden müssen – der Sprache der weißen Minderheit und der Unterdrücker.
Die Polizei geht mit äußerster Brutalität vor. Der Soweto-Aufstand markiert einen historischen Wendepunkt im Kampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gegen das Regime: Zwar hat Südafrika die Rassentrennung 1994 offiziell überwunden. Die Folgen aber sind bis heute im Alltagsleben noch deutlich spürbar. Die sozialen Unterschiede sind so groß wie nirgendwo sonst auf der Welt.