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Wer wird zum Serienmörder? – Sextäter, Auftragskiller, Todespfleger

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Von Autor/in Jochen Paulus

Serienmörder faszinieren, die Jagd auf sie ist Thema unzähliger Romane, Podcasts und Filme. Darin finden sich jedoch meist Mythen, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun haben.

Wann spricht die Wissenschaft von einem Serienmörder?

Wissenschaftlich betrachtet ist längst nicht jeder, der mehrere Menschen umbringt, ein Serienmörder. Für den Forscher Andreas Mokros und andere Fachleute ist dazu mehr nötig:

Unter Serienmord versteht man mehrere bei unabhängigen Ereignissen ausgeführte Tötungen, das heißt also nicht in einem Ereignis wie bei Massenmord oder Amoktaten das der Fall ist, sondern bei unterschiedlichen Gelegenheiten. In aller Regel drei oder mehr solcher Taten.

Viele Fachleute sprechen inzwischen schon ab zwei Taten von Serienmördern. Denn etliche Täter ähneln kriminalistisch und psychologisch Serienmördern, auch wenn sie es vor ihrer Verhaftung nicht auf mehr als zwei Taten gebracht haben.

Aus welchen Motiven handeln Serienmörder?

Serienmörder sind keine raffinierten Meister des Verbrechens, sondern häufig gewöhnliche Kriminelle. Sie handeln aus völlig unterschiedlichen Motiven. Manche verdienen als Auftragskiller einfach Geld, andere genießen als selbstherrliches Personal in der Medizin die Macht über Leben und Tod. Wieder andere handeln aus sexuellen Motiven, wobei es oft gar nicht zum Sex kommt.

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Jochen Paulus
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