Drei Wochen, zwei Künstler*innen, eine Bühne. Das ist die Formel für ein Stipendium, das das bundesweite Netzwerk freier Theater „Flausen +“ jedes Jahr vergibt.
Die Tänzerinnen Sarah Altherr und Laura Heise haben dieses Stipendium gewonnen. Ihr Stück „Wenn Schrödingers Katze tanzt“, das im Theater in der Kurve in Neustadt aufgeführt wird, ist von den Gesetzen der Quantenphysik inspiriert. Unter anderem interessieren sie sich für die Kraft und Wirkung von Blicken.
Wie tanzt es sich beispielsweise in einem unbeobachteten Raum? Und wie kann man solch eine Performance dennoch einem Publikum zeigen? Ihre Idee: Eine Stoffkabine und eine halb-improvisierte Choreographie, die sie „Körperaufgaben“ nennen.
Für das Ende des Stipendiums ist ein öffentliches Making-of geplant. „Dadurch, dass die Formen in dem Schattenspiel sehr unklar sind, wird jede Zuschauende darin etwas anderes sehen können“, erzählt Tänzerin Laura Heise.
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