In Stuttgart läuft gerade das 23. Indische Filmfestival, das alljährlich vom Filmbüro Baden-Württemberg veranstaltet wird. Dieses Jahr liegt der Fokus auf sogenannten Malayalam-Filmen, auch als „Mollywood“ bekannt – in Anlehnung an das bekanntere „Bollywood“. „Mollywood“, so erklärt es Festivalleiter Oliver Mahn im Gespräch mit SWR Kultur, bilde seine ganz eigene Industrie und Sprache – voller Intensität und mit viel Bezug zur lokalen Natur.
Im Programm sei etwa ein Vampirfilm mit starker weiblicher Hauptfigur. „Ein bisschen wie Wonder Woman“, aber auch solche, die die Komplexität der indischen Gesellschaft thematisieren, wie „Lost Path“ zu kommunistischen Rebellentruppen. Der interkulturelle Austausch sei wichtig, sagt Mahn. Schließlich kommen immer mehr Inderinnen und Inder auch nach Deutschland, um hier zu arbeiten und zu leben.
Mehr als nur Bollywood Indisches Filmfestival Stuttgart: Was ist eigentlich Mollywood?
Das Festival legt seinen Fokus weitab vom Bollywood-Klischee: Malayalam-Filme, auch bekannt als „Mollywood“ haben es aus ihrer Nische auf die internationale Bühne geschafft.
Indisches Filmfestival Stuttgart Der Stuttgarter Filmemacher Shammi Singh über seinen Dokumentarfilm „Ein Leben für den Tee“
Nach einer Reise in die Heimat seines Vaters dreht Shammi Singh preisgekrönte Dokus. Seine neueste, „Ein Leben für den Tee“, feiert Premiere beim Indischen Filmfestival Stuttgart.