Dokudrama „Stammheim-Zeit des Terrors“ von Niki Stein Anlässlich des 50. Jahrestages des Stammheim-Prozesses im Mai 2025 liefert das Dokudrama einen ungewöhnlichen Einblick in die Lebenswelt der ersten Generation der RAF, als sie in Stuttgart vor Gericht stand. Liste der Share-Möglichkeiten öffnen Teilen Gemerkt Merken Drucken Teilen Liste der Share-Möglichkeiten schließen Link kopieren E-Mail Facebook WhatsApp KurznachrichtendienstX Mastodon Bluesky Threads Stand 16.5.2025, 11:43 Uhr Zum Artikel Er war eine der aufwändigsten juristischen Aufarbeitungen der Bundesrepublik und hielt die Welt in Atem: Der Stammheim-Prozess gegen die Führung der ersten Generation der RAF, der am 21. Mai 1975 begann, war ein Gerichtsverfahren der Superlative. (v.l.n.r.) Jan-Carl Raspe (Rafael Stachowiak), Andreas Baader (Henning Flüsloh) und Gudrun Ensslin (Lilith Stangenberg). ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden Zum Artikel Zahllose Tonbänder, 15.000 Seiten mit Wortprotokollen und seltenes Archivmaterial machen den Prozess auch zu den am besten dokumentierten in der Geschichte. Durch den Prozess wurde Stammheim zum identitätsstiftenden Ort der RAF. Gudrun Ensslin (Lilith Stangenberg) beim Stammheim-Prozess. ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden Zum Artikel Lilith Stangenberg: „Am meisten Zugang zu dem beeindruckenden Zahnrad in Ensslins Gedanken bekam ich durch den Briefwechsel zwischen ihr und dem Vater ihres Kindes Bernward Vesper, ein Buch, was ihr Sohn Felix Ensslin später rausbrachte.“ ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden Zum Artikel Henning Flüsloh: „Andreas Baader hat in der RAF die Führung übernommen in einer Zeit, in der die Gesellschaft neue politische Werte und Ausrichtungen gesucht hat. Ähnlich wie damals stellt auch heute die Unzufriedenheit vieler Menschen in unserer Gesellschaft den Wertekatalog in Frage.“ ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden Zum Artikel Rafael Stachowiak: „Die Rolle Jan-Carl Raspe war für mich gleich zu Beginn eine besondere Herausforderung. Nach dem ersten langen Gespräch mit Niki Stein habe ich verstanden, wie komplex dieser Mensch gewesen sein muss und welche Rolle er gespielt hat im Gefüge mit den anderen.“ ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden Zum Artikel Tatiana Nekrasov: „In meinem Elternaus bzw. in meinem Großelternhaus lagen u.a. Ausgaben von Peter Brückners „Ulrike Marie Meinhof und die deutschen Verhältnisse“, Vespers „Die Reise“ und „Das RAF-Phantom“. Es war klar, dass die Mittel der RAF die falschen waren, aber dass Ulrike Meinhof klug und gedanklich inspirierend war, war unumstritten.“ ard-foto s1 © SWR/Hendrik Heiden „Stammheim – Zeit des Terrors“: Dokudrama von Niki Stein und Stefan Aust