Er hat sich mit außergewöhnlichen Themen und Inszenierungen einen Namen gemacht: Der Theaterregisseur und Filmemacher Jan-Christoph Gockel. Sein neuestes Projekt "Polaris", eine Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie dem Théâtre National du Luxembourg, in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut, hat ihn nun in die Antarktis geführt.
Zusammen mit Dokumentarfilmer Lion Bischof, der Schauspielerin Julia Gräfner und dem Schauspieler Wolfram Koch hat sich Gockel auf den Weg zur Neumayer-Station III gemacht.
Ihn habe der Ort Antarktis fasziniert, aber auch die Menschen, die vor Ort forschen und arbeiten, so Gockel in SWR Kultur am Morgen. „Der Kontinent an sich ist ja so besonders, auch politisch, auf dieser Welt, denn es ist ja wirklich ein No-Man's-Land.“
Fragen der Produktion, die am 16. Mai 2026 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen Premiere feiert, seien: „Was brauchen Menschen an so einem abgeschiedenen, einsamen und auch sehr gefährlichen Ort? Was nehmen die Menschen sich mit?“ und in Bezug auf die politische Weltlage „was braucht ein Mensch in frostigen Zeiten?“.
Zu sehen ist das Stück, eine Mockumentary zwischen Fiktion und filmischer Dokumentation, ebenfalls ab 05. Juni 2026 am Deutschen Theater in Berlin.