Ein Komparse? Früher hätte die Ehefrau gesagt: „Naa? Einfach nur untätig im Hintergrund herumstehen – das ist doch genau das Richtige für Dich!“
Pah, von wegen untätig. Komparse beim neuen Prequel der „Tribute von Panem“, etwas Besseres gibt es doch gar nicht. Zumal Panem bei den kommenden Dreharbeiten praktisch vor der Haustür liegt. Ich dachte ja immer: diese graue Stadt im zerstörten Nordamerika, das sei eigentlich Berlin. Dort wurde nämlich sehr viel gedreht, bei den bisherigen-Filmen.
Wird in Köln im Dauer-Karneval durch die Dystopie durchgeschunkelt?
Aber jetzt kommt das Filmset der „Tribute von Panem“ nach Köln und nach Duisburg. Mit Ralph Fiennes, Lord Voldemort persönlich, als neuem Präsidenten und Oberschurken. Toll, oder?
Duisburg ist vermutlich die neue Koks-und-Kohle Landschaft von Panem. Und Köln? Vermutlich gibt’s einen Distrikt in diesem Endzeit-Reich, wo junge Menschen gar nicht auf den Tod gegeneinander kämpfen müssen, sondern im Dauer-Karneval durch die Dystopie hindurchschunkeln. Das wäre für mich genau der richtige Komparsen-Job.
Gesucht werden Leute, die das Leben schon hinter sich haben
Allerdings, so ganz sicher bin ich mir da nicht mehr, nachdem ich die Anforderungen gelesen habe. Gesucht werden vor allem Chinesen. Also nicht die rheinische Urbevölkerung. Und in Panem gibt’s auch keine Tattoos. Also, wer tätowierte Haut zeigt, hat gleich verloren. Dasselbe gilt für gefärbte Haare und für Sonnenbräune.
Nein, das Filmteam sucht nach Leuten, die das Leben eigentlich schon hinter sich haben. Erwünscht seien „Menschen mit versehrten, vom Leben gezeichneten Körpern“. Vielleicht lässt sich so etwas kurzfristig noch herstellen, durch ein dreimonatiges Pils-und-Currywurst-Exerzitium oder ein paar Wochen im Schlafsack auf dem Feldberg. Oder beides.
Kein Friseur bis September
Aber auch das könnte am Ende zu wenig sein. Verlangt werden außerdem nämlich Narben, Amputationen oder „sonstige Handicaps“. Also, ich weiß nicht. Das ist auch mit „Pils und Currywurst non stop“ nicht zu schaffen.
Eines allerdings spricht klar für das Casting: Wer teilnehmen will, soll sich ab sofort die Haare nicht mehr schneiden. Bis September. Für den Dreh sollen sie dann nämlich in die passende Form geschnitten werden. Ich glaube, dann mache ich doch mit. Und wenn ich nicht genommen werde, erkennt mich wenigstens keiner mehr.
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Filme: Die Tribute von Panem (2012 - 2015)
Regie: Francis Lawrence, Gary Ross
Musik: James Newton Howard
Host und Produktion: Malte Hemmerich
Headwriter: Jakob Baumer
Redaktion: Chris Eckardt
Sprecherin: Henriette Schreurs
Assistenz: Anika Kiechle
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https://www.cell.com/cell-reports/fulltext/S2211-1247(21)01707-1
https://www.swr.de/swr2/wissen/mollig-trotz-bambus-diaet-studie-findet-dickmacher-bakterium-in-pandas-100.html
https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/minenschnueffler-die-heldenratte-magawa-ist-tot/1970503
https://cognitiveresearchjournal.springeropen.com/articles/10.1186/s41235-021-00351-9
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