Dreharbeiten in Köln und Duisburg

Komparse bei „Die Tribute von Panem“: Bitte totenbleich, vernarbt und ungefärbt

Das Filmteam der „Tribute von Panem“ sucht für das neue Prequel in Deutschland derzeit 4.000 Komparsen. Gedreht wird ab Ende August, bis Anfang Oktober. Wer Interesse hat, dort mitzumachen: Wilm Hüffer hat ein paar Tipps, worauf man unbedingt achten sollte.

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Von Autor/in Wilm Hüffer

Ein Komparse? Früher hätte die Ehefrau gesagt: „Naa? Einfach nur untätig im Hintergrund herumstehen – das ist doch genau das Richtige für Dich!“

Pah, von wegen untätig. Komparse beim neuen Prequel der „Tribute von Panem“, etwas Besseres gibt es doch gar nicht. Zumal Panem bei den kommenden Dreharbeiten praktisch vor der Haustür liegt. Ich dachte ja immer: diese graue Stadt im zerstörten Nordamerika, das sei eigentlich Berlin. Dort wurde nämlich sehr viel gedreht, bei den bisherigen-Filmen.

Wird in Köln im Dauer-Karneval durch die Dystopie durchgeschunkelt?

Aber jetzt kommt das Filmset der „Tribute von Panem“ nach Köln und nach Duisburg. Mit Ralph Fiennes, Lord Voldemort persönlich, als neuem Präsidenten und Oberschurken. Toll, oder?

Duisburg ist vermutlich die neue Koks-und-Kohle Landschaft von Panem. Und Köln? Vermutlich gibt’s einen Distrikt in diesem Endzeit-Reich, wo junge Menschen gar nicht auf den Tod gegeneinander kämpfen müssen, sondern im Dauer-Karneval durch die Dystopie hindurchschunkeln. Das wäre für mich genau der richtige Komparsen-Job.

Gesucht werden Leute, die das Leben schon hinter sich haben

Allerdings, so ganz sicher bin ich mir da nicht mehr, nachdem ich die Anforderungen gelesen habe. Gesucht werden vor allem Chinesen. Also nicht die rheinische Urbevölkerung. Und in Panem gibt’s auch keine Tattoos. Also, wer tätowierte Haut zeigt, hat gleich verloren. Dasselbe gilt für gefärbte Haare und für Sonnenbräune.

Nein, das Filmteam sucht nach Leuten, die das Leben eigentlich schon hinter sich haben. Erwünscht seien „Menschen mit versehrten, vom Leben gezeichneten Körpern“. Vielleicht lässt sich so etwas kurzfristig noch herstellen, durch ein dreimonatiges Pils-und-Currywurst-Exerzitium oder ein paar Wochen im Schlafsack auf dem Feldberg. Oder beides.

Kein Friseur bis September

Aber auch das könnte am Ende zu wenig sein. Verlangt werden außerdem nämlich Narben, Amputationen oder „sonstige Handicaps“. Also, ich weiß nicht. Das ist auch mit „Pils und Currywurst non stop“ nicht zu schaffen.

Eines allerdings spricht klar für das Casting: Wer teilnehmen will, soll sich ab sofort die Haare nicht mehr schneiden. Bis September. Für den Dreh sollen sie dann nämlich in die passende Form geschnitten werden. Ich glaube, dann mache ich doch mit. Und wenn ich nicht genommen werde, erkennt mich wenigstens keiner mehr.

Fakt ab! Eine Woche Wissenschaft Gibt's Jennifer Lawrence bald als Salami?

Dieses Mal sind Sina Kürtz und Aeneas Rooch zusammen am Start.

In dieser Folge von Fakt ab!:
- Eine Firma will künstliches Fleisch mit der DNA von Prominenten züchten und daraus Wurst herstellen. Essen wir bald Jennifer Lawrence-Salami? (00:33)
- Wissenschaftler haben herausgefunden, wieso Pandas Dick werden, obwohl sie nur Bambus essen (08:45)
- Wir trauern um die Heldenratte Magawa, sie hat in Kambodscha Landminen erschnüffelt. Welche coolen Jobs gibt’s noch für Tiere? (15:45)
- Und noch eine gute Nachricht: Das Tragen unserer Masken in der Pandemie lässt uns auf Fremde attraktiver wirken! (22:47)

Weitere Infos und Studien gibt's hier:
https://www.iflscience.com/editors-blog/a-company-wants-to-turn-celebrities-into-labgrown-salami-and-its-perfectly-possible/
https://www.cell.com/cell-reports/fulltext/S2211-1247(21)01707-1
https://www.swr.de/swr2/wissen/mollig-trotz-bambus-diaet-studie-findet-dickmacher-bakterium-in-pandas-100.html
https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/minenschnueffler-die-heldenratte-magawa-ist-tot/1970503
https://cognitiveresearchjournal.springeropen.com/articles/10.1186/s41235-021-00351-9

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Redaktion: Charlotte Grieser und Chris Eckardt
Idee: Christoph König

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Wilm Hüffer
Wilm Hüffer, Moderator von SWR Kultur am Abend