Drama, Komödie, Ernst und Leichtigkeit: Zwischen all diesen Tönen hat sich Whoopi Goldberg stets in ihrer Laufbahn bewegt.
Ihren Durchbruch hatte sie 1985 in Steven Spielbergs Drama „Die Farbe Lila“, in dem sie die missbrauchte junge Frau Celie in gewalttätigen familiären Verhältnissen spielt. Diese eindrucksvolle Rolle brachte der damals Dreißigjährigen eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin ein.
Oscar als Beste Nebendarstellerin
Den verpassten Gewinn holte sie einige Jahre später nach: 1991 erhielt sie als erste Woman of Color nach 50 Jahren den Oscar als Beste Nebendarstellerin für „Ghost – Nachricht von Sam“.
Zusammen mit Patrick Swayze und Demi Moore spielt sie darin die Wahrsagerin und Geisterbeschwörerin Oda Mae Brown, die mit dem Geist des verstorbenen Sam in Kontakt treten und Botschaften zwischen den beiden Liebenden übermitteln kann.
Der große Erfolg mit „Sister Act“
Den endgültigen Durchbruch erlangte sie 1992 durch die weltweite Kassenschlager-Komödie „Sister Act“, die sie zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen Hollywoods machte. In dem Film spielt sie die Nachtclubsängerin Deloris Van Cartier, die Zeugin eines Mordanschlag wird und aus Sicherheitsgründen in einem Kloster untertauchen muss.
Der Film erreichte bald Kultstatus, es folgte schon 1993 die Fortsetzung „Sister Act 2 – In göttlicher Mission“. Darüber hinaus kam die Geschichte von der Leinwand auf die Bühne und wurde zu einem Musical, das unter anderem auch am Broadway, einer der wichtigsten Theaterbühnen der USA, inszeniert wurde.
Und die Fans der ungewöhnlichen Nonne dürfen sich jetzt freuen: Ein Remake von „Sister Act 3“ ist in Planung, wie gewohnt mit Whoopi Goldberg.
Vom Filmstar zur Talkshow-Moderatorin
Neben ihrer Karriere im Kino ist Whoopi Goldberg inzwischen auch eine feste Größe im Fernsehshow-Business. Seit 2007 moderiert sie die bekannte Talkshow „The View“, ein Format, in dem über politische, gesellschaftliche und soziale Themen diskutiert wird. Dabei kommen überwiegend Frauen zu Wort.
Dort nimmt Whoopi Goldberg oft kein Blatt vor den Mund und äußert sich offen zu den verschiedensten Themen, zum Beispiel auch kritisch gegenüber Donald Trump. Zwischen den beiden fliegen seit Jahren die verbalen Fetzen.
Politisches Engagement und Kontroverse
Whoopi Goldberg hat sich in ihrem Leben immer als Antirassistin, Feministin bezeichnet und sich stark für die Rechte von LGBTQIA+ ausgesprochen.
Umso mehr überraschte ihre Äußerung zum Holocaust in ihrer Sendung „The View“, für die sie 2022 heftig in die Kritik geriet. Sie behauptete, beim Holocaust gehe es nicht um Rassismus, sondern um die unmenschliche Behandlung von Menschen durch andere Menschen. Diese Aussagen empörten viele. Der Sender ABC suspendierte sie für zwei Wochen von der Show.
Whoopi Goldberg entschuldigte sich später öffentlich für den Schmerz, den sie durch ihre Aussage verursacht hatte. „Das ist nicht meine Absicht gewesen“, schrieb sie in einem Statement und erklärte, dass sie ihren Fehler eingesehen habe: Sie hätte sagen müssen, dass es beim Holocaust um beides ging: Rassismus und Unmenschlichkeit.
Whoopi Goldberg bleibt ein Star
Die 1955 als Caryn Elaine Johnson geborene Whoopi Goldberg hat sich mit ihrem Humor, ihrer Frechheit und Offenheit durchgesetzt. Ob man sie mag oder nicht: Ihre Karriere zeigt, dass sie es weit gebracht hat. Sie wirkte in mehr als 150 Filmen mit und ist nach wie vor ein Star des Show-Business.