Der Rechtsstreit zwischen der Elite-Universität Harvard und US-Präsident Trump ist grundsätzlicher Natur.
Anlässlich einer gerichtlich Anhörung in dem Verfahren meint der Journalist und USA-Kenner Martin Klingst im Gespräch mit SWR Kultur: „Hier geht es wirklich ans Eingemachte – einerseits um Regierungsgeld, andererseits um die Freiheit der Lehre und um freie Meinungsäußerung.“
Klingst ist sich allerdings sicher, dass es im Hintergrund bereits Verhandlungen gibt, um den Streit unter Gesichtswahrung beizulegen.
Kürzungen für öffentliches Radio-Netz NPR
Auch das rückwirkende Streichen von Geldern für das öffentliche Radio-Netz NPR, die das US-Parlament auf Betreiben Trumps vergangene Woche beschloss, hat aus Klingsts Sicht prinzipiellen Charakter.
Von einer möglichen Schließung betroffen seien vor allem viele Lokalsender in ländlichen Regionen der USA. „Der staatliche Geldhahn ist existentiell“, sagt Klingst, „denn die Sender haben eine wesentliche Informationsrolle in den Weiten Amerikas.“
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