Gespräch

Anna Mayr: „Elend ist ein Status, in den man reinrutscht“

(Öffentliche Veranstaltung vom 27. Juni 2025 bei den "Internationalen Schillertagen" im Nationaltheater Mannheim)

Teilen

Stand

„Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht – als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten“. Das beschreibt die Journalistin und Buchautorin Anna Mayr, die als Kind von Langzeitarbeitslosen aufgewachsen ist.

Vor allem analysiert sie, warum Armutsbetroffenen falsche Vorteile begegnen: faul, desinteressiert, ungebildet. Und Armut gewollt ist – „welches System dahintersteckt“. Im Grunde, wie schon Bertolt Brecht den Armen sagen lässt: „Wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht reich“. Wie geht dann Menschlichkeit?

Erstmals publiziert am
Stand
Das Gespräch führte
Kristine Harthauer
Kristine Harthauer, SWR Kultur Autorin und Moderatorin
Gespräch mit
Anna Mayr