In Telegram-Gruppen und auf der Pornoseite “motherless.com” tauschen sich Nutzer darüber aus, wie sie Frauen unbemerkt betäuben und vergewaltigen können.
Vergewaltigung als Gruppenspiel
Fotos und Videos davon teilen sie anschließend online, teilweise in Echtzeit. Unter ihnen sind auch deutsch-sprachige Nutzer. Die betroffenen Frauen scheinen aus dem direkten Umfeld der Nutzer zu kommen: Es ist die Rede von der eigenen Schwester, Mutter, Freundin oder Ehefrau.
Ein Netzwerk des Grauens im Verborgenen
Ein Nutzer berichtet im Chat über seine vermeintliche Partnerin: "Sie ist jetzt sturzbesoffen und auf ein paar Schlafmedis. Ich sollte hoffentlich bald ein bisschen Spaß haben.“ Der Nutzer schickt dann Fotos.
Undercover im Darknet
Über mehrere Jahre haben die Journalistinnen Undercover in diesem Netzwerk recherchiert, Nutzerprofile, Chatverläufe, Fotos und Videos dokumentiert. Die Journalistinnen haben so ein internationales Vergewaltiger-Netzwerk aufgedeckt, dessen Mitglieder sich so sicher fühlten, dass sie Videos ihrer Taten über Jahre öffentlich teilten.
Ein Fall, der internationale Ermittlungen auslöste
Die Recherche hat einen Vergewaltiger aus Niedersachsen überführt, der seine Ehefrau über 15 Jahre ohne deren Wissen betäubt und vergewaltigt hatte sowie Ermittlungen in mehreren Ländern ausgelöst.
NDR 2025
Für hilfesuchende Betroffene oder Menschen, die sexuelle Gewalt in ihrem Umfeld wahrnehmen und helfen wollen, gibt es zahlreiche Anlaufstellen: Kostenlose, anonyme Angebote finden Sie beim Hilfe-Telefon "Gewalt gegen Frauen" (08000 116 016) oder beim Hilfe-Telefon “Sexueller Missbrauch” (0800 2255 530)
Homepage: https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/startseite