Michal und Leila zeigen, dass Frieden und Verständigung auch im Nahost-Konflikt möglich sind. Sie sind Teil der israelisch-palästinenschen NGO Parents Circle – Families Forum. Darin engagieren sich seit 1995 Israelis und PalästinenserInnen, die durch Terror und Krieg enge Angehörige verloren haben.
Wie der Konflikt die Kulturszene spaltet
Diskussion um Teilnahme Israels Warum der ESC immer schon politisch war
Boykottaufrufen zum Trotz – der ESC will eine neutrale Veranstaltung sein. Dabei zeigt ein Blick in die Geschichte, dass sich die Politik beim Wettbewerb selten ausklammern ließ.
Gespräch Biennale in Venedig: Kunst behauptet sich gegen den politischen Streit
Die Biennale in Venedig wird in diesem Jahr von politischen Kontroversen rund um die Teilnahme Russlands und Israels überschattet – Debatten über Boykotte, Proteste und den Rücktritt der Jury bestimmten den Auftakt der Kunstschau.
Dennoch sei die Kunst weiterhin präsent, sagt Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr, die selbst vor Ort ist, im Gespräch mit SWR KULTUR: „Die Kunst ist da und die Kunst kann auch nicht zerstört werden, selbst nicht durch so eine Politisierung.“
Besonders viel Aufmerksamkeit zog am Eröffnungstag der österreichische Pavillon mit der Performance-Künstlerin Florentina Holzinger auf sich, deren spektakuläre Inszenierung laut Buhr „eine tolle Metapher“ für das Überleben in einer bröckelnden Welt sei.
Auch der deutsche Pavillon mit Arbeiten von Tsung Thieu und Henrike Naumann überzeugte durch seine Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und Migration. Über die Beiträge aus Russland und Israel urteilte Buhr dagegen kritisch: „Man merkt eben, dass in solchen Situationen offensichtlich gute Kunst irgendwie nicht gelingt.“