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Nazi-Forschung in Familien – Das neue Interesse an der NS-Geschichte

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Von Autor/in Gregor Papsch

„Opa war kein Nazi“ schrieb Anfang der 2000er Jahre der Sozialpsychologe Harald Welzer, und er legte dar, wie sehr in Familien die eigene Nazi-Vergangenheit noch immer beschwiegen, verdrängt oder beschönigt wurde. Die Nazis, das waren immer die anderen. Jetzt, mehr als 80 Jahre nach Kriegsende, scheint die Bereitschaft, die eigene Familiengeschichte zu durchleuchten größer denn je. Seit das US-Nationalarchiv die NSDAP-Mitgliederdatei öffentlich gemacht und deutsche Medien sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz leicht durchsuchbar gemacht haben, ist das Interesse riesig. Waren meine Vorfahren vielleicht doch Nazis? Aber wie aussagekräftig sind die Ergebnisse? Was machen sie mit uns heute? Verändert sich gerade etwas in der deutschen Erinnerungskultur? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Götz Aly – Historiker und Publizist; Dr. Felix Bohr – Leiter des Geschichtsressorts beim Magazin „Der Spiegel“; Julia Wolrab – Wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg

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Forum Nazi-Forschung in Familien – Das neue Interesse an der NS-Geschichte

Die Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederdatei hat einen wahren Boom in der Familienforschung ausgelöst. Waren meine Vorfahren Nazis? Wie erklärt sich das gewaltige Interesse? Und wie sollen wir mehr als 80 Jahre nach Kriegsende mit den Antworten umgehen?

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