Verschiedene Materialien und Anforderungen
Zwar sei es nicht nötig, dass in jedem Bundesland an einer Universität oder Hochschule Restaurierung oder Konservierung unterrichtet würde, sagt Busch, Generaldirektorin des Leibniz-Zentrums für Archäologie in Mainz, in SWR Kultur. „Wir müssen aber schauen, dass in Deutschland die Expertise für die unterschiedlichen Objekte und ihre Bedarfe erhalten bleibt. Ansonsten können die Landesarchäologien, die Denkmalpflegeämter, ihrem gesetzlichen Auftrag nicht mehr nachkommen.“
Bei den Objekten handele es sich um eine große Vielfalt an Materialien mit unterschiedlichen Anforderungen, was auch die Spezialisierung von Restauratorinnen und Restauratoren erforderlich mache: „Diese Spezialisierungen reichen von moderner Kunst über Datenträger wie Filme und Fotos, technisches Kulturgut, Wandmalereien, Gemälde, Skulpturen, Papier, Grafiken, Textilien, Glas, Keramik, Stein oder Kunststoff.“
Insgesamt gehe es um mehr als das Bewahren von Objekten durch Archivarinnen und Archivare, so Busch: „Sie machen die Objekte ja auch für uns erst lesbar an vielen Stellen.“