„Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“

„Der Begriff 'Fotorealist' ist mir viel zu eng“: Karin Kneffel über die Ausstellung im Museum Frieder Burda

Die Ausstellung „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“ im Museum Frieder Burda sorgt derzeit für großen Andrang, doch Malerin Karin Kneffel distanziert sich in SWR Kultur von dieser Einordnung. Malerei sei kein Wettstreit, sondern ein Prozess.

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Kein „Wettstreit“, sondern offener Prozess

Fotografien seien für sie lediglich Hilfsmittel und nicht zentrales Thema ihrer Kunst, sagt Karin Kneffel. Statt eines „Wettstreits mit der Wirklichkeit“ versteht sie Malerei als offenen Prozess: „Ich konstruiere ja die Bilder, die entstehen ja während des Malens im Grunde.“

Kneffels Werke leben von Illusion, Übersteigerung und Brüchen, die sich erst im langsamen Arbeitsprozess entwickeln und den Blick der Betrachter herausfordern. Gerade in Zeiten digitaler Bilderflut und KI sieht Kneffel in dieser Langsamkeit eine besondere Qualität, die Kunst weiterhin einzigartig macht.

„Ich hoffe nur, dass die irgendwann auch noch sichtbar ist oder dass die Menschen überhaupt noch die Muße haben, mal länger hinzuschauen“, sagt Kneffel.

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