Kein „Wettstreit“, sondern offener Prozess
Fotografien seien für sie lediglich Hilfsmittel und nicht zentrales Thema ihrer Kunst, sagt Karin Kneffel. Statt eines „Wettstreits mit der Wirklichkeit“ versteht sie Malerei als offenen Prozess: „Ich konstruiere ja die Bilder, die entstehen ja während des Malens im Grunde.“
Kneffels Werke leben von Illusion, Übersteigerung und Brüchen, die sich erst im langsamen Arbeitsprozess entwickeln und den Blick der Betrachter herausfordern. Gerade in Zeiten digitaler Bilderflut und KI sieht Kneffel in dieser Langsamkeit eine besondere Qualität, die Kunst weiterhin einzigartig macht.
„Ich hoffe nur, dass die irgendwann auch noch sichtbar ist oder dass die Menschen überhaupt noch die Muße haben, mal länger hinzuschauen“, sagt Kneffel.