Neue Leitlinien für Raubkunst

Anlaufstelle zu kolonialen Kulturgütern: „Fortschritt – aber noch viele offene Fragen“

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Die Bundesregierung hat neue Leitlinien und eine zentrale Anlaufstelle zum Umgang mit kolonialem Raubgut vorgestellt. Thomas Fues, Experte für internationale Beziehungen, nennt das einen „Fortschritt gegenüber dem vorherigen Dokument aus dem Jahr 2019“.

Zugleich warnt er: „Das sind aber erst mal nur Absichtserklärungen – spannend wird es, wenn es ums Detail geht“. Vor allem die Finanzierung sei völlig unklar, so Fues: „Wer stellt jetzt in welchem Umfang Geld zur Verfügung, um die Dinge in die Tat umzusetzen?“

Dennoch zeigt sich Fues vorsichtig optimistisch, dass der wachsende Druck von Zivilgesellschaft und Herkunftsländern zu konkretem Handeln führen wird.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Martin Gramlich
Martin Gramlich, SWR Kultur Moderator
Interview mit
Thomas Fues