- Aaron Boks – Starkstromzeit
- Lynn Cullen – Die Formel der Hoffnung
- Harald Jähner – Wunderland
- Christine Koschmieder – Frühjahrskollektion
- Florian Illies – Wenn die Sonne untergeht
- Henning Sussebach – Anna oder: Was vom Leben bleibt
- Alena Schröder – Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
Wer historische Geschichten mag, kann mit unseren Empfehlungen in vergangene Epochen eintauchen. Detailreiche Romane lassen alte Zeiten lebendig werden, entführen an historische Schauplätze und erzählen von spannenden Schicksalen.
Ob die 1930er Jahre, die Wirtschaftswunderzeit oder die Zeit der DDR: Hier findet jeder ein Buch zur Reise in die Vergangenheit.
Der andere Blick auf die DDR: Aaron Boks – Starkstromzeit
Wenn man das Wort "DDR" hört, denkt man an vieles: Unrechtsstaat, Mauerbau, Honecker. Das gängige Bild der DDR: Graue Fassaden, vor denen Trabis parken. Kaum jemand denkt an schöne Dinge, an Farben oder cooles Design. Aber natürlich gab es das auch in der DDR. In "Starkstromzeit" begibt sich Aaron Boks auf Spurensuche und erzählt dabei eine persönliche, ungewöhnliche Geschichte der DDR. Das Buch verbindet familiäre Erinnerung mit einer ungewöhnlichen Perspektive auf die DDR und fragt, was von ihren Ideen und Objekten geblieben ist. Jochen Stöckle aus dem SWR1 Team mit einer klaren Empfehlung.
(Harper Collins, 192 Seiten, kostet gebunden 22€ und als E-Book 17,99€)
Frauen in der Wissenschaft: Lynn Cullen – Die Formel der Hoffnung
Frauen in der Wissenschaft gab es viele, aber ihre Namen sind oft unbekannt geblieben. Männer haben den Ruhm und die Ehre kassiert. Der Roman "Die Formel der Hoffnung" von Lynn Cullen erzählt die Geschichte der außergewöhnlichen Ärztin Dorothy Horstmann, die gegen die Kinderlähmung kämpft. Klare Empfehlung von Janet Pollok aus dem SWR1 Team.
(S. Fischer Verlag, 451 Seiten, kostet gebunden 14€ und als E-Book 12,99€)
Wirtschaftswunder: Harald Jähner – Wunderland
Rock’n Roll, Eierlikör und Wirtschaftswunder! Harald Jähner schreibt lebhaft über die 60er-Jahre, zwischen Wirtschaftswunder, Konsumrausch und kulturellem Umbruch. Mit "Wunderland" knüpft Harald Jähner an seine erfolgreichen historischen Bestseller an und zeigt, wie sich Deutschland in dieser Zeit neu erfand. Rainer Hartmann aus dem SWR1 Team hat es gerne gelesen, auch weil Harald Jähner die 60er Jahre nah an unsere Zeit heranholt.
(Rowohlt Berlin, 480 Seiten, kostet gebunden 32€ und als E-Book 19,99€)
Modewelt der 1960er Jahre: Christine Koschmieder – Frühjahrskollektion
Die 1960er Jahre: die unmittelbaren Nachkriegsjahre waren vorbei, überall war Aufbruchsstimmung zu spüren. Das hat sich vor allem auch in der Mode gezeigt: Die Kleidung wurde bunter, die Röcke kürzer. Der Roman "Frühjahrskollektion" der Heidelberger Christine Koschmieder erzählt von der Modewelt der 1960er-Jahre und von Lilo, die mit innovativer Bademode den großen Durchbruch schaffen will. Silke Arning aus dem SWR1 Team meint: Frühjahrskollektion ist ein genialer Roman.
(Kanon Verlag Berlin, 288 Seiten, kostet gebunden 24€ und als E-Book 18,99€)
Über Thomas Mann und seine Familie: Florian Illies – Wenn die Sonne untergeht
Er war einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: Thomas Mann. Dieses Jahr wäre er 150 Jahre alt geworden. Und gleichzeitig war er Vater einer Groß-Familie, über die sich heute ganze Bücher schreiben lassen. In "Wenn die Sonne untergeht" erzählt Florian Illies vom Exil der Familie Mann im Sommer 1933, das von Trauer über den Verlust der Heimat sowie von der Angst vor den Plünderungen der Nationalsozialisten geprägt ist. SWR1 Buchexperte Thomas Sachsenmaier sagt: Das ist ein Buch, das hängenbleibt.
(S. Fischer Verlag, 336 Seiten, kostet gebunden 26€ und als E-Book 22,99€)
Auf den Spuren der beeindruckenden Ur-Oma: Henning Sussebach – Anna oder: Was vom Leben bleibt
Über unsere Eltern und Großeltern wissen wir in der Regel einiges, aber was für ein Leben unsere Ur-Omas und Ur-Opas gelebt haben, darüber eher weniger – einfach, weil es verdammt lange her ist. Aber gerade deshalb ist es so spannend. Es war nämlich eine ganz andere Zeit. In seinem Buch "Anna oder: Was vom Leben bleibt" begibt sich Henning Sussebach auf die Spur seiner Urgroßmutter, der eigenwilligen Lehrerin Anna Kalthoff aus dem 19. Jahrhundert. Er erzählt die bewegende Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit voraus war und deren Mut bis in die Gegenwart nachwirkt. Ein großes Lesevergnügen – sagt Nicole Köster aus dem SWR1 Team.
(C. H. Beck, 205 Seiten, kostet gebunden 23€ und als E-Book 19,99€)
Emotionale Familiengeschichte: Alena Schröder – Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" ist das Ende der Trilogie von Alena Schröder. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Zum einen ist da die 14-jährige Marlen im Mai 1945, zum anderen die 34-jährige Hannah 2023 in Berlin. Beide sind verbunden durch eine Leinwand. Der Roman ist das Ende einer genialen Familienchronik. Silke Arning aus dem SWR1 Team sagt: Sie konnte das Buch nicht mehr weglegen.
(dtv, 352 Seiten, kostet gebunden 23€ und als E-Book 19,99€)