Zu der gehört auch der Autor Matthias Lohre, der seine Erkenntnisse im sehr persönlichen Buch „Das Erbe der Kriegsenkel“ zusammengetragen hat.
Seine Eltern hätten immer irgendwie abwesend gewirkt, der Vater seine Ruhe haben wollen – Folge einer stramm nationalsozialistischen Erziehung, so Lohre in SWR Kultur am Abend. Die Aufforderung „Reiß Dich zusammen“ habe er selbst von seinen Eltern auch noch häufig zu hören bekommen.
Typische Verhaltensweisen für Kriegsenkel seien Bindungsschwierigkeiten, das Gefühl, nicht zu genügen und der Wunsch, die Eltern zu trösten. Mit seinen Erfahrungen ist Lohre nicht alleine: obwohl das Buch schon einige Jahre alt ist, erhält er bis heute Zuschriften darauf.
Lagerhaft und Zwangsarbeit in Deutschland Das Kriegsende 1945 im Familiengedächtnis: Die Geschichte von Opa „Pépé Robert“
Jahrelang hatte der Franzose Robert Maechling als Zwangsarbeiter bei Bauern in Norddeutschland gearbeitet. Am 8. Mai 1945 war er endlich frei.