1348 verschlägt es den ehemaligen Dominikanernovizen Wittekind von Avignon in die von der Pest heimgesuchte Finanzmetropole Florenz.
Als Agent des mächtigen Bankiers Pacino Peruzzi soll er die Mordserie an dessen Söhnen aufklären, die nach und nach auf ebenso rätselhafte wie bestialische Weise ums Leben kommen.
Wittekind stößt auf uralte Intrigen und vergangene Verbrechen, die ihren Tribut fordern und ihn in höchste Gefahr bringen.
Mit ungebremster Spannung erzählt Dirk Schümer von der größten Bankenpleite vor 2008 und der schlimmsten Pandemie aller Zeiten, vom Krieg auf der Krim.
Aber auch von Wittekinds Liebe zu der schönen Marktfrau Cioccia und einem illustren Freundeskreis um den erfolglosen Poeten Boccaccio und Dantes versoffenen Sohn Jacopo.
Schümer spannt, wie schon in seinem Erfolgsroman „Die schwarze Rose“, dem Vorgänger der „Schwarzen Lilie“, einen Bogen in die Gegenwart.
Es liest der bekannte Sprecher Timo Weisschnur.
„Die schwarze Lilie" in ARD Sounds
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Folge 1/32
Florenz 1348: Den ehemaligen Dominikanernovizen Wittekind hat es von Avignon nach Florenz verschlagen. Dort wütet die Pest. Wittekind ist dennoch voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Denn er hat sich in seine Untermieterin Cioccia verliebt.
Folge 2/32
Als Agent des mächtigen Bankiers Pacino Peruzzi hat Wittekind ein gutes Auskommen – und einen gefährlichen Job, der durch Peruzzis ungehobelten Leibwächter Uguccione nicht leichter wird. Cioccia verschafft ihm einen Gehilfen, den frommen Pestwaisen Lapo.
Folge 3/32
Wittekind soll Peruzzis verschwundenen Sohn Ruffo suchen. Der Auftrag führt ihn ins Arnotal und zu einer schrecklichen Entdeckung.
Folge 4/32
Wittekind bringt den Leichnam Ruffos nach Florenz. Ein unbekannter schwarzgekleideter Bogenschütze schießt einen Pfeil in die aufgebrachte Menschenmenge im Hof von Peruzzis Palast und verletzt den Notar Pratese.
Folge 5/32
Cioccia und Wittekind nehmen zwei weitere Pestwaisen in ihre Obhut, die Geschwister Monna und Dino. Wittekind plagt die Eifersucht, seit der Dichter Giovanni Boccaccio in die Stadt gekommen ist, den Cioccia von früher kennt.
Folge 6/32
Ruffo wird im Franziskanerkloster aufgebahrt. Wittekind gerät mit Uguccione in Streit, der neidisch ist, weil Wittekind Ruffos Mörder suchen soll.
Folge 7/32
Wer könnte ein Interesse an Ruffos Tod haben? War es ein Racheakt? Wittekind besucht die Wollarbeiter, um herauszufinden, ob die gnadenlos Ausgebeuteten hinter dem Anschlag stecken.
Folge 8/32
Und schon geschieht der nächste Mord. Dieses Mal trifft es den Advokaten Bortolo in seinem Kontor im Peruzzi-Palast. Schnell stellt sich heraus, dass er verbotene Geschäfte getätigt hat. Haben ihn die Schuldscheine des Monte das Leben gekostet?
Folge 9/32
In Meos Spelunke klärt Michele Scalza Wittekind über die komplizierten Finanzgeschäfte von Florenz auf:
Ein Geflecht aus Spekulationen, Betrug und Ausbeutung, das durch die Staatsbank des Monte abgedeckt ist, und durch das sich die Elite der Stadt schamlos bereichert, während die Armen immer ärmer werden.
Folge 10/32
Ein geheimnisvoller Mann schleicht nachts durch die unterirdischen Gänge von Florenz und ist Wittekind so nah gekommen, dass er ihn im Nebenkeller husten hören konnte. Es gibt Indizien, dass es sich um den geheimnisvollen Bogenschützen handeln könnte. Wittekind ist alarmiert.
Folge 11/32
Der nächste Sohn Peruzzis ist verschwunden, Arnaldo. Ausgerechnet, als er unter Wittekinds Schutz stand. Doch dann entdeckt Wittekind ihn wieder, in Begleitung seines Kontrahenten Donato Bardi. Was haben die beiden miteinander zu schaffen?
Folge 12/32
Wittekind heftet sich an Donatos Fersen und folgt ihm ins Bordell, wo dieser sich mit einem Mann namens Guido trifft.
Hinter der Wand lauschend erfährt Wittekind von den betrügerischen Geschäften des Padrino. Auf dem Abort im Peruzzi-Palast findet sich Arnaldos Kleidung. Und wenig später wird auch Arnaldo selbst entdeckt.
Folge 13/32
Die Toten im Peruzzi-Palast beunruhigen Cioccia. Sie stellt Wittekind vor die Wahl: entweder sie oder Pacino Peruzzi. Doch Wittekind will erst das Haus abbezahlen, das er von Peruzzi gekauft hat. Sonst bleibt ihnen nichts.
Folge 14/32
Bei einem geheimen Treffen mit dem jungen Kaufmann Filippo Villani erfährt Wittekind, dass dessen Onkel Giovanni die räuberischen Machenschaften der Peruzzifamilie in einem Blutbuch niedergeschrieben und dafür vermutlich mit dem Tod bezahlt hat. Filippo will, dass Wittekind das Buch Pacino übergibt, weil er um sein Leben fürchtet.
Folge 15/32
Mit Cioccias Hilfe löst Wittekind das Siegel an Villanis Blutbuch und erfährt, wie Peruzzi vor allem die Armen um ihr Geld geprellt hat. Doch Peruzzi wäscht seine Hände in Unschuld und verdächtigt den Arzt Pandolfo, Giovanni Villani umgebracht zu haben.
Folge 16/32
Im Auftrag Peruzzis soll Wittekind den verschwundenen Pandolfo auftreiben und zur Rechenschaft ziehen. Die Spur führt aufs Land, nach Fiesole, zu einem der berüchtigten Dekameron-Feste, wo zahlungskräftige Gäste perverse Orgien feiern und für zehn Tage die Pest vergessen.
Folge 17/32
Wittekind trifft einen weiteren Sohn Pacino Peruzzis, den Franziskanermönch Buondelmonte. Dass dieser erstaunlich viel über seine Vergangenheit zu wissen scheint, beunruhigt Wittekind. Zusammen mit Boccaccio macht er sich auf den Weg nach Fiesole, um Pandolfo zu finden.
Folge 18/32
Verkleidet schleusen sich Wittekind und Boccaccio beim Dekameron ein und stellen Pandolfo zur Rede. Der weist jede Schuld an Villanis Tod von sich und kommt auf die Mordserie an Peruzzis Söhnen zu sprechen.
Denn auch der Advokat Bortolo war ein Sohn des Padrino, wenn auch ein unehelicher, genauso wie er. Deshalb versteckt er sich im Dekameron. Es gelingt Pandolfo zu fliehen.
Folge 19/32
Wittekind und Boccaccio müssen den Morgen abwarten, um Pandolfo zu verfolgen. Während des Wartens erzählt Wittekind von seinen Abenteuern, als er den abtrünnigen Peruzzi-Sohn Amerigo aufspüren sollte, der mit einer Sklavin und dem Siegelring des Padrino durchgebrannt war.
Folge 20/32
In der von den Tataren belagerten Stadt Caffa am Schwarzen Meer war Amerigo damals mit der Sklavin Tamar untergetaucht. Aber wie sollte Wittekind die beiden finden, die vermutlich unter falschem Namen lebten, weil sie wussten, dass Peruzzi sie suchen ließ?
Folge 21/32
Zusammen mit dem Juden Laszlo und seinem alten Bekannten Wilhelm von Baskerville, den er zufällig in Caffa wiedertraf, schmiedete Wittekind einen ausgeklügelten Plan, um das Paar aufzuspüren.
Folge 22/32
Der Plan ging auf: Wittekind fand Amerigo und Tamar. Im Austausch gegen den Siegelring und das mitgenommene Geld war er bereit, die beiden Liebenden unbehelligt in Tamars Heimat ziehen zu lassen.
Folge 23/32
Für Amerigo und Tamar gab es kein Happy End: Beim Aufbruch aus der belagerten Stadt, wurde Amerigo von einem schwarzen Bogenschützen ermordet. Und die Tataren begannen damit, ihre Pestleichen mit Katapulten in die Stadt zu schleudern.
Folge 24/32
Wittekind und Boccaccios Suche nach dem entflohenen Pandolfo endet auf dem Pestfriedhof vor der Leiche des Arztes.
Doch der Padrino will nach wie vor nichts davon wissen, dass die Morde an seinen ehelichen und unehelichen Söhnen miteinander zu tun haben und jemand einen schrecklichen Plan verfolgt.
Folge 25/32
Boccaccio, der einst aus Neapel wegen eines Gedichts verbannt worden war, hofft auf Begnadigung, als der Seneschall des Königreichs Neapel nach Florenz kommt. Der Seneschall dagegen hofft auf Geld für den Krieg gegen Ungarn.
Folge 26/32
Der Franziskanermönch Buondelmonte warnt Wittekind. Er ist sich sicher, dass die Mordserie an seinen Brüdern ein Racheakt ist. Wenn Wittekind weiter für die Peruzzis arbeitet, könnte ihm das zum Verhängnis werden.
Folge 27/32
Ruffo, Arnaldo, Bortolo, Pandolfo und jetzt auch noch Zanobi. Die Anschläge auf die Peruzzi-Söhne gehen weiter. Ein geheimes Treffen der Brüder, das fünf Jahre zurückliegt, scheint der Grund für das Morden zu sein.
Ein Verbrechen ist damals geschehen, doch mehr erfährt Wittekind von dem betrunkenen Uguccione nicht.
Folge 28/32
Wer ist der siebte Sohn, von dem der Arzt Pandolfo einst gesprochen hat? Steckt er hinter den Morden? Wittekind ist sich sicher, dass die Lösung des Rätsels in Pacino Peruzzis Vergangenheit liegt. Doch das ist sein kleineres Problem.
Das viel größere: Cioccia ist verschwunden. Und bald schon hängt auch Wittekinds Leben an einem seidenen Faden.
Folge 29/32
Auch Uguccione ist tot, niedergestreckt durch die Armbrust eines mysteriösen schwarzgekleideten Mannes. Wittekind und Cioccia sind gerettet. Doch zuhause erwartet sie Schlimmes. Und das Sterben geht noch weiter.
Auf dem Totenbett erzählt Pacino Peruzzi Wittekind das große Geheimnis seines Lebens und gibt ihm ein Rätsel auf. Wenn Wittekind es lösen kann, ist er ein gemachter Mann.
Folge 30/32
Auch Palamede, der jüngste Sohn Pacino Peruzzis, wird ermordet. Wittekind kommt zu spät, um ihn zu retten, und wird selbst als Mörder verdächtigt. Grausam bekommt er zu spüren, dass der Padrino ihn nicht mehr schützen kann. Doch noch hat er nicht alle Freunde verloren.
Folge 31/32
Zusammen mit Lapo sucht Wittekind in der Familienkapelle nach dem Schatz des Padrino. Doch kaum ist er fündig geworden, wird er hinterrücks überfallen und beraubt. Auch Lapo wird niedergeschlagen und kämpft um sein Leben. In der Schankstube bei Meo erfährt Wittekind endlich die Geschichte des siebten Sohnes.
Folge 32/32
Auf der Suche nach dem Mörder der Peruzzi-Söhne und dem Dieb seines Schatzes gerät Wittekind in einen Hinterhalt. Doch die Dinge sind anders als sie scheinen. Und auch die letzte Rache wird vollzogen.