Neuer Roman der Pulitzer-Preisträgerin

„Eigentlich passiert ungeheuer viel“ – Christoph Schröder über Elizabeth Strouts „Erzähl mir alles“

Ein Küstenort in Maine, ein paar alte Bekannte und viele leise Geschichten. Elizabeth Strout bleibt ihrem ruhigen Ton treu und erzählt doch von großen Dramen.

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Zurück in Crosby

Es geht nach Crosby, Maine – ein vertrauter Ort für Strout-Leserinnen und Leser. Hier wohnen alte Bekannte früherer Bücher, wie Lucy Barton oder Olive Kitteridge.

Diesmal steht Anwalt Bob Burgess im Fokus.

„Ganz schön langsam“

Selbst für Strout-Fan Christoph Schröder ist „Erzähl mir alles“ sehr langsam erzählt. Der Roman beginnt auffallend ruhig. Fast zu ruhig.

Doch dann wird es dynamisch: ein Todesfall, alte Schuld, brüchige Lebensläufe. Was beiläufig wirkt, entwickelt eine überraschende Wucht.

Elizabeth Strout
Elizabeth Strout

Ein warmer Blick aufs Alter

Christoph Schröder mag Elizabeth Strouts Blick aufs Alter. Der ist warm und wertschätzend und sie schaut sehr genau auf „unbeachtete Leben“.

Ihre Figuren setzen den zerrissenen USA der Gegenwart Nähe, Fürsorge und Gemeinschaft entgegen und das versöhnt Christoph mit einem Roman, der vielleicht etwas zu lang geraten ist.

Jenseits ereignisloser Wutprosa: Der Pandemie-Roman „Am Meer“ von Elizabeth Strout

Was macht Elizabeth Strouts Roman „Am Meer“ zu einem außergewöhnlichen Pandemie-Roman? SWR Literaturkritiker Carsten Otte meint: Die Erzählperspektive!

Platz 2 (57 Punkte) Elizabeth Strout: Am Meer

Der literarisch gepflegte Plauderton lullt ein, doch unter dem Druck der Corona-Pandemie wird ein eigentlich getrenntes Paar gezwungen, Bilanz zu ziehen. Das Private wird dabei immer mehr vom Politischen überlagert. Strout zeigt ein Land in Aufruhr.

„Mein Schreibtisch ist der einzige Ort, an dem ich mein Alter, die Schmerzen, die Angst vergesse, obwohl ich darüber schreibe" Altern und das letzte große Glück: Davon erzählt Natascha Wodin in „Die späten Tage“

Wenn der Körper schmerzt und die Tage kürzer werden – Natascha Wodin erzählt in „Die späten Tage“ von Liebe im Alter, Vergänglichkeit und einem letzten großen Glück.

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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Christoph Schröder