Zurück in Crosby
Es geht nach Crosby, Maine – ein vertrauter Ort für Strout-Leserinnen und Leser. Hier wohnen alte Bekannte früherer Bücher, wie Lucy Barton oder Olive Kitteridge.
Diesmal steht Anwalt Bob Burgess im Fokus.
„Ganz schön langsam“
Selbst für Strout-Fan Christoph Schröder ist „Erzähl mir alles“ sehr langsam erzählt. Der Roman beginnt auffallend ruhig. Fast zu ruhig.
Doch dann wird es dynamisch: ein Todesfall, alte Schuld, brüchige Lebensläufe. Was beiläufig wirkt, entwickelt eine überraschende Wucht.
Ein warmer Blick aufs Alter
Christoph Schröder mag Elizabeth Strouts Blick aufs Alter. Der ist warm und wertschätzend und sie schaut sehr genau auf „unbeachtete Leben“.
Ihre Figuren setzen den zerrissenen USA der Gegenwart Nähe, Fürsorge und Gemeinschaft entgegen und das versöhnt Christoph mit einem Roman, der vielleicht etwas zu lang geraten ist.
Mehr Romane
„Mein Schreibtisch ist der einzige Ort, an dem ich mein Alter, die Schmerzen, die Angst vergesse, obwohl ich darüber schreibe" Altern und das letzte große Glück: Davon erzählt Natascha Wodin in „Die späten Tage“
Wenn der Körper schmerzt und die Tage kürzer werden – Natascha Wodin erzählt in „Die späten Tage“ von Liebe im Alter, Vergänglichkeit und einem letzten großen Glück.
Schonungslos und anrührend Ein Buch über das Altern, den Verfall und Abschiede: Sylvie Schenks neuer Roman „In Erwartung eines Glücks“
Der Rückblick auf das eigene Leben und Schreiben. Und der Umgang mit einem existentiellen Verlust: Sylvie Schenks neuer Roman ist schonungslos und anrührend zugleich.