Fan Fiction kommt aus der Nische

„Fans holen sich, was in den Geschichten fehlte“ – Lucien Haug über die Macht von Fan Fiction

Fanfiction schreibt Lieblingsgeschichten neu - queer, feministisch, gesellschaftskritisch. Lucien Haug, Mitherausgeber vom Magazin „Danke“, findet sie eine eigenständige Kunstform.

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Lust an der Veränderung

Wenn Fans sich literarisch in den Werken berühmter Autor:innen bewegen, dann ist das Fanfiction.

Nicht Daumen hoch oder runter, sondern ein verletzlicher, kreativer Dialog mit Vorlagen wie „Harry Potter“ oder „Stranger Things“ – das ist für Lucien Haug die Stärke dieser Praxis.

Lucien Haug, Mit-Herausgeber des Fan Fiction Magazins „Danke“
Lucien Haug, Mit-Herausgeber des Fan Fiction Magazins „Danke“ Pressestelle (c) Uwe Heinrich

Queere Perspektiven und alte Vorbilder

Auf Plattformen im Netz entstehen wilde Konstellationen: Tatort-Kommissare verlieben sich, Hermione Aus Harry Potter trifft Spock, Superhelden retten neue Welten.

Oft geht es um queere Liebe, Feminismus und Gesellschaftskritik – Perspektiven, die in der Literaturgeschichte unterrepräsentiert waren und nun „zurückgeschrieben“ werden.

Fanfiction zwischen Nische und Literaturbetrieb

Für Lucien Haug hat die Nische im Netz einen Vorteil: Fanfiction bleibt autonom, nicht monetarisiert, und macht transparent, auf welche Stoffe sie sich bezieht.

Mit dem Magazin „Danke“ holt er Fanfiction in die gedruckte Form und lädt etablierte wie neue Autorinnen und Autoren ein, diese Technik als kreatives Werkzeug zu nutzen.

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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Lucien Haug