Ein neuer Erzählungsband von Ralf Rothmann

Im „Museum der Einsamkeit“ versammelt Ralf Rothmann neun neue Erzählungen

Ralf Rothmann erzählt in „Museum der Einsamkeit“ von Menschen, die mit Würde versuchen, manchmal beklemmenden Situationen im Leben zu begegnen. Ein „Strahl der Wärme“ durchzieht die Erzählungen, meint Kritiker Christoph Schröder.

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Ein Alterswerk um Altern und Würde

Die zentralen Themen sind Altern und Würde, auch wenn die erste Erzählung in den 60er Jahren in einem Lehrlingswohnheim spielt. Die Helden bei Rothmann leben in teilweise beklemmenden, klaustrophobischen Lebensverhältnissen. Ein Junge muss auf seinen verhassten kleinen Bruder aufpassen, eine Frau will nach dem Tod ihres Mannes in ein Altersheim, ein Hilfsarbeiter kann nicht mehr auf die Baustelle.

Strahl der Wärme

Es ist ein Alterswerk des 72jährigen Schriftstellers. Ralf Rothmann hat sich nie um intellektuelle Moden gekümmert, er ist ein literarischer Autodidakt, der gerade in die Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen wurde. Sprache ist für ihn kein Instrument, sondern hat etwas schwebendes, losgelöstes, Ralf Rothmanns Erzählungen leben auch im neuen Buch von  Alltagsepiphanien, vom Strahl der Wärme, der auch beklemmende Situationen aufhellen kann.

Buchkritik Katharina Zorn und Jasna Fritzi Bauer – Else

Frankfurt am Main in den 60ern: Else, Hausfrau und Mutter, macht heimlich ihren Taxischein. Sie wird die erste Frau, die in Frankfurt Taxi fährt – heimlich. Das Künstlerpaar Jasna Fritzi Bauer und Katharina Zorn erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte einer stillen Emanzipation. Eine Hommage an starke Frauen wie Else, die mutig ihren Weg gehen.
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Buchkritik Ocean Vuong – Der Kaiser der Freude

Nachdem Ocean Vuong mit seinem Debütroman Auf Erden sind wir kurz grandios" die Welt eroberte, ist er nun mit seinem zweiten Roman Der Kaiser der Freude“ zurück. Es ist eine Geschichte über den Menschen am Abgrund und die Rettung.
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Buchkritik Bernardine Evaristo – Blondes Herz

In Bernardine Evaristos Roman Blondes Herz" wird die Kolonialgeschichte umgekehrt: Afrikaner versklaven Europäer. Im Zentrum steht Doris, symbolisch für Identitätsfragen, Machtverhältnisse und Perspektivwechsel.
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Der Essay „Dinosaurierkind“erzählt eine deutsch-iranische politische Familiengeschichte „Politische Trauer“ – Maryam Aras und ihre deutsch-iranische Tochter-Vater-Geschichte

Maryam Aras stammt aus dem Iran. Ihr Vater kam schon in den 60er Jahren nach Deutschland. Die 1982 geborene Journalistin nähert sich ihm im Essay „Dinosaurierkind“.
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Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Alexander Wasner
Gespräch mit
Christoph Schröder