Kultregisseur Werner Herzog hat sein Filmschaffen in mehreren Büchern reflektiert. Sein Mantra wiederholt er dabei oft: Die Dinge so zu zeigen, dass sie wahrhaftiger seien als die Wahrheit selbst.
Es lohne sich, Herzogs Tagebücher und seine „Erinnerungen“ zu lesen, findet Frank Hertweck, Leiter der SWR Literaturredaktion. Herzog entwickele darin zentrale Motive seines Filmschaffens: das Bild vom kleinen Menschen in der großen Natur – aber auch eine Beschreibung seiner eigenen, ebenso mönchischen wie furchtlosen Arbeitsweise.