Louise Kennedys Kurzgeschichten-Sammlung

„In jedem einzelnen Satz steckt wahnsinnig viel drin“: Louise Kennedys Band „Das Ende der Welt ist eine Sackgasse"

Louise Kennedy erzählt von Frauen, die mit Trauma, Verlust und Verrat ringen. Christoph Schröder ist begeistert von den kraftvollen Geschichten.

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Beeindruckende Kurzgeschichten aus ländlichem Irland

Christoph Schröder zeigt sich beeindruckt von Louise Kennedys Kurzgeschichtenband. Im Zentrum stehen meist Frauen in prekären Milieus, die mit biografischen Lasten und Traumata kämpfen. Jede Kurzgeschichte ist spannend und vermittelt ein Gefühl des drohenden Ausbruchs.

Ein besonderer Erzählstil mit viel Substanz

Christoph Schröder beschreibt Kennedys Sprache als reduziert, karg und komprimiert, ähnlich wie bei Peter Stamm. Sie bringt die Figuren nah an den Leser heran, besonders, wenn sie im Präsens geschrieben sind. Trotz ihrer Detailgenauigkeit bleibt Louise Kennedy subtil und vermeidet Klischees – das macht die Geschichten lebendig und authentisch.

Politik im Hintergrund, fein gearbeitet

Schon Louise Kennedys Roman „Übertretung“ war sehr politisch und auch in ihren Short Stories schwingen irische Politik und Geschichte immer mit. Die Autorin thematisiert Gewalt und gesellschaftliche Strukturen, aber fein und ohne große Appelle. Kennedy zeigt, wie diese Einflüsse das Leben ihrer Figuren prägen, was das Buch zu einem tiefgründigen, politischen Leseerlebnis macht.

Virtuose Formenvielfalt Die neuen Kurzgeschichten von George Saunders

Was zeichnet die Kurzprosa von George Saunders aus? SWR Literaturkritiker Carsten Otte meint: Die wahnwitzige Formenvielfalt dystopischer Geschichten, die private und gesellschaftliche Krisen erzählen.

Podcasterin und Autorin Giulia Becker schreibt humorvolle Kurzgeschichten über den Alltag

Ihre Kurzgeschichten feiern das Skurrile im Gewöhnlichen. Mit Humor und Feingefühl bringt die „Drinnies“-Hosterin und Autorin Giulia Becker den Leser zum Lachen – und Nachdenken.

SWR Kultur am Abend SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Theresa Hübner
Gespräch mit
Christoph Schröder