Das Thema: Freundschaft und Literatur und Freundschaft in der Literatur. Und das vom Mittelalter bis heute. Mitorganisiert hat die Vorlesungsreihe der Germanist und Professor für Literaturwissenschaft Sikander Singh. So sei laut Singh der mittelalterliche Freundschaftsbegriff ein ganz grundlegend anderer als heute:
„Im Mittelalter, könnte man sagen, war Freundschaft kein rein privates Gefühl, sondern eher so etwas wie ein öffentlich-rechtliches Instrument“, so Singh im Gespräch mit SWR Kultur, „Man muss sich das so vorstellen: In einer Welt ohne staatliche Absicherung boten Freundschaftsbündnisse Schutz und soziale Stabilität.“
In der Literatur dieser Zeit sei Freundschaft deshalb mehr als eine rein emotionale Bindung. Sie wird oft als öffentlich-rechtliche soziale Verpflichtung dargestellt, die Loyalität, Schutz und gegenseitige Hilfe garantiert.
Aktuelle Bücher:
Debatte ums Älterwerden Christiane Rösinger über das Altern: „Es kann uns egal sein, was andere denken“
Autorin Christiane Rösinger über das Älterwerden: Warum Frauen mit Vorurteilen kämpfen – und weshalb Altern auch eine befreiende Erfahrung sein kann.