Frauen kämpfen mit Doppelstandards
Unattraktiv, verbittert, „ für nichts mehr zu gebrauchen“ – ältere Frauen haben mit einer ganzen Menge Doppelstandards und Vorurteilen zu kämpfen, findet Autorin und Musikerin Christiane Rösinger im Gespräch mit SWR Kultur am Morgen.
„Eine ältere Frau wird natürlich ganz anders beurteilt und damit setzen wir uns auseinander, deshalb gibt es mehr Bücher von Frauen“, erklärt Rösinger. Mit „The Joy of Ageing“ reiht sie sich ein in eine wachsende Zahl literarischer Auseinandersetzungen mit dem Älterwerden ein – etwa neben Ildikó von Kürthys „Alt genug“, oder „Altern“ von Elke Heidenreich.
„Es kann uns jetzt so egal sein, was andere über uns denken“
Frauen seien gewohnt, dass sie schon als junges Mädchen beurteilt und darauf erzogen würden zu gefallen. „Das ist jetzt einfach vorbei“ freut sich Rösinger. Ein Vorteil des Alterns eben auch: „Es kann uns jetzt so egal sein, was andere über uns denken“.
Altern als alleinige Identität? Darauf hat Rösinger keine Lust: „Vorher haben wir verschiedene Musik gehört, verschiedene Sachen gemacht, wir waren Punks oder Popper oder New Romantics oder sonst was und jetzt sollen wir einfach alle nur alt sein, oder Seniorinnen, das kann ja nicht sein!“.
Identiät im Alter
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