Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse rücken in diesem Jahr die Philippinen als Gastland in den Fokus. SWR-Literaturredakteurin Katharina Borchardt beschreibt das Land als „sozial und geografisch total uneinheitlich“ – mit einer Literaturszene, die sich dennoch lebendig entwickelt.
Viele der präsentierten Werke behandeln die spanische Kolonialzeit und ihre Folgen, sowie das Leben in einer stark hierarchischen Gesellschaft.
Trotz der überraschend wenigen übersetzten Neuerscheinungen sieht Borchardt den Gastland-Status als „eine große Chance, philippinische Stimmen endlich kennenzulernen“. Ihr Fazit: Die Autorinnen und Autoren „reden Klartext“ – über Geschichte, Politik und die Herausforderungen des Inselstaates.
Die Frankfurter Buchmesse 2025 startet am 15. Oktober Ein Streifzug durch die Literatur des Gastlandes der Frankfurter Buchmesse 2025
Die Philippinen sind Gastland der Frankfurter Buchmesse 2025. Rund dreißig neue Bücher erscheinen zur Messe, auch viele Graphic Novels. Hervorragend übersetzt und hochpolitisch.
Mehr Bücher von den Philippinen
„Rühr mich nicht an“ Nationalepos der Philippinen: „Noli Me Tangere“ von José Rizal
José Rizal hat das Nationalepos der Philippinen geschrieben. Kein anderer Roman hat die Auswüchse des Kolonialismus auf dem Archipel so scharf und witzig zur Sprache gebracht.
„Eine Geschichte der Morde in meinem Land" Erschütternde Reportage: „Some People Need Killing“ von Patricia Evangelista
In „Some People Need Killing“ enthüllt die philippinische Star-Journalistin Patricia Evangelista die Schrecken des staatliche initiierten „Drogenkriegs“ in ihrem Land.
Buchkritik Jessica Zafra – Ein ziemlich böses Mädchen
Guada wächst in einem hochherrschaftlichen Haus auf. Ihre Mutter ist dort Köchin. Jessica Zafra hat mit „Ein ziemlich böses Mädchen“ einen schwarzhumorigen Roman über Klassenunterschiede auf den Philippinen geschrieben.
Rezension von Katharina Borchardt