Vom Verteidiger zum Demokraten
Anfangs ein Apologet des Kaiserreichs, wandelte sich Thomas Mann nach dem Mord an Walther Rathenau 1922 zum überzeugten Republikaner. Diese Verantwortung zog sich fortan durch Manns Reden – mit einem moralischen Kompass, den er auch gegen rechtsradikale Hetze der 1930er-Jahre einsetzte.
Forum Betrachtung eines Politischen – Wer war Thomas Mann?
Michael Köhler diskutiert mit
PD Dr. Rolf Füllmann, Literaturwissenschaftler Köln
Prof. Dr. Kai Sina, Literaturwissenschaftler, Uni Münster
Prof. Dr. Julia Schöll, Literaturwissenschaftlerin, TU Braunschweig
Kunst ist ambivalent – Politik muss klar sein
In seiner Literatur bleibt Thomas Mann vieldeutig – in seiner politischen Sprache dagegen war er drastisch. „Fanatismus wird Heilsprinzip – und die Vernunft verhüllt ihr Antlitz“, sagte er über den Faschismus. Sina sieht darin ein Vorbild: Einen Intellektuellen, der mit Sprache Orientierung schafft. Für heute gelte: moralische Klarheit, wo Menschenfeindlichkeit beginnt.
Forum Betrachtung eines Politischen – Wer war Thomas Mann?
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PD Dr. Rolf Füllmann, Literaturwissenschaftler Köln
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