Was die „Suhrkamp-Kultur“ ausmacht, sei die Kommunikation zwischen Lektoren und Autoren, denn die finde auf Augenhöhe statt, sagt SWR Literaturchef Frank Hertweck. Peter Suhrkamp habe immer gesagt: „Wir verlegen keine Werke, sondern Autoren.“
Bis heute ist der Verlag unabhängig und gehört keinem großen Konzern. Etwas, das sich der Verlag leisten könne „aufgrund seiner fantastischen Backlist“, so Frank Hertweck. Zu den ersten und wichtigsten Autoren gehörten Hermann Hesse, Bertolt Brecht und Max Frisch.
Zur Geschichte des Suhrkamp Verlags
Diskussion Die Suhrkamp-Kultur – Wie wurde Siegfried Unseld zur Verlegerlegende?
„Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren“, das war das Credo von Siegfried Unseld, der am 28.September 1924 (vor 100 Jahren) in Ulm geboren wurde. Unseld holte Autoren wie Max Frisch, Ingeborg Bachmann, Samuel Beckett, Peter Handke und Thomas Bernhard zum Suhrkamp Verlag. Er schrieb damit nicht nur Literaturgeschichte, sondern verfasste selber zahllose Briefe an seine Autorinnen und Autoren. Als Hausverlag der „Kritischen Theorie“ wurde er wesentlicher Teil der intellektuellen Kulturgeschichte der BRD. Wie schaffte er das? Was birgt die digitale „Siegfried Unseld Chronik“, die ab 28.09. online zugänglich ist? Wie wurde er zur Verlegerlegende? Michael Köhler diskutiert mit Ulrike Anders - Lektorin, Essen, Dr. Helmut Böttiger - Literaturkritiker, Berlin, Dr. Jan Bürger - Siegfried Unseld Archiv, Marbach