Gemeinsamkeiten, Schnittmengen, Gegensätze. Die Aufnahmegeschichte ist so bunt und so reich wie das pralle Leben. Deswegen lohnt ein Vergleich von Interpreten, die oft in einem Atemzug genannt werden. Rubinstein und Horowitz, das ist spätestens seit den 1920er Jahren ein aufregendes Pianisten-Pas-de-deux. Während Horowitz als unberechenbare Mimose gilt, wirkt Artur Rubinstein eher unempfindlich und manchmal auffallend spontan. Als Horowitz ein Recital in Paris spielt, sitzt auch Rubinstein im Publikum. In seinen Erinnerungen notiert er später: „Nie werde ich die beiden Etüden von Liszt vergessen. Da war weit mehr als bloße Brillanz und Technik; da war eine leichte Eleganz – ein magisches Etwas, das sich jeder Beschreibung entzieht.“
Musikliste
Emilia Giuliani:
Präludium op. 46 Nr. 1
Siegfried Schwab (Gitarre)
Moritz Moszkowski:
Etincelles op. 36 Nr. 6
Vladimir Horowitz (Klavier)
Johannes Brahms:
Andante aus dem Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
Arthur Rubinstein (Klavier)
Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester
Leitung: Christoph von Dohnányi
Frédéric Chopin:
Walzer As-Dur op. 34 Nr. 1
Arthur Rubinstein (Klavier)
Peter Tschaikowsky:
Finale aus dem Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
Vladimir Horowitz (Klavier)
NBC Symphony Orchestra
Leitung: Arturo Toscanini
Frédéric Chopin:
Nocturne op. 55 Nr. 1
Vladimir Horowitz (Klavier)
Robert Schumann:
Finale aus dem Klavierquintett Es-Dur op. 44 (Ausschnitt)
Arthur Rubinstein (Klavier)
Guarneri Quartet
Robert Schumann:
Lieder 1-2 aus Dichterliebe op. 48
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Vladimir Horowitz (Klavier)
Manuel de Falla:
Feuertanz aus El amor brujo
Arthur Rubinstein (Klavier)
Sergei Rachmaninow:
Finale aus dem Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30
Vladimir Horowitz (Klavier)
New York Philharmonic
Leitung: Eugene Ormandy
Musikstunde vom 9.3.2026 | Das ungleiche Doppel – Pianisten im Interpretationsvergleich (1/5)
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Mit Christoph Vratz