Langsamkeit: einfach nachvollziehbare Entwicklungen.
Es gibt Musik, in denen Langsamkeit kein Zufall ist, sondern ein bewusstes Mittel. Die Stücke lassen sich Zeit, damit sich ihre Klänge schlicht, klar und ohne Überforderung ausbreiten können. Das Wort „einfach“ meint hier: genügsam oder unprätentiös. Musik, die nichts beweisen muss und gerade deshalb besonders tief wirken kann. Berühmt sind das Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie, der langsame Satz aus Griegs Klavierkonzert oder aus Beethovens Pathétique.
Musikliste
Emilia Giuliani:
Präludium op. 46 Nr. 1
Siegfried Schwab (Gitarre)
Johann Sebastian Bach:
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (für Klavier zu 4 Händen)
Mártha Kurtág, György Kurtág (Klavier)
Ludwig van Beethoven:
2. Satz: Molto adagio aus dem Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2
Juilliard String Quartet
Peteris Vasks:
1. Satz: Stimmen der Stille aus Stimmen
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Ivan Repušić
Edvard Grieg:
2. Satz aus dem Klavierkonzert a-Moll op. 16
Oleg Maisenberg (Klavier)
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Leitung: Adam Fischer
Georg Friedrich Händel:
Nr. 2: O nox dulcis, Arie aus Saeviat tellus inter rigores, Solo-Motette für Sopran, Orchester und Basso continuo HWV 240
Julia Lezhneva (Sopran)
Il Giardino Armonico
Leitung: Giovanni Antonini
Ruth Gibbs:
Adagio aus der Sinfonie Nr. 2 in One Movement op. 30
BBC National Orchestra of Wales
Leitung: Rumon Gamba
Ludwig van Beethoven:
Adagio cantabile aus der Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13
Jonathan Feldman (Klavier)
Gustav Mahler:
Adagietto aus der Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Václav Neumann
Musikstunde vom 9.7.2026 | Einfachheit – Der perfekte Start in den Tag (4/5)