Von Stefan Keller
Bei Fieber, wenn der Körper alle seine Kräfte sammelt, um einen Erreger zu bekämpfen, entstehen oft Träume von äußerster Intensität. Es ist, als öffne sich ein Tor zu einer Realität hinter der Realität des Alltags, die sonst verborgen bleibt. Die existenzielle Erschütterung, die damit einhergehen kann, schildert Hermann Broch besonders eindrücklich in seinem Roman "Der Tod des Vergil". Stefan Keller stellt Auszügen aus dem Roman Musikstücke gegenüber, die ähnliche Zustände spiegeln: vom fiebrigen Delirium über den entsetzten Blick in den Abgrund bis hin zu Momenten schmerzhafter Klarheit.
Giacinto Scelsi:
Quattro Pezzi (Nr. 1)
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Hans Zender
Hermann Broch:
„Er lauschte dem Sterben…“ aus:
“Der Tod des Vergil”
Frank Stöckle (Sprecher)
Ferruccio Busoni:
“Berceuse élégiaque”
Arr. E. Stein
Linos Ensemble
Hermann Broch:
„Er lauschte den Geräuschen…“ aus:
“Der Tod des Vergil”
Frank Stöckle (Sprecher)
György Ligeti:
“Kyrie” aus: “Requiem”
London Voices
Berliner Philharmoniker
Leitung: Jonathan Nott
Hermann Broch:
„War es schon soweit…“ aus:
“Der Tod des Vergil”
Frank Stöckle (Sprecher)
Fausto Romitelli:
“Flowing down too slow”
musiques nouvelles
Leitung: Jean-Paul Dessy
Hermann Broch:
„Obwohl eingesunken in die Traumgefilde“ aus:
“Der Tod des Vergil”
Frank Stöckle (Sprecher)
Angelo Badalamenti:
“Love Theme” aus: “Mulholland Drive”
City of Prague Philharmonic
Hermann Broch:
„Die Neige des Seins..“ aus:
“Der Tod des Vergil”
Frank Stöckle (Sprecher)