"The Name of this Band is Talking Heads" als Doppelalbum dokumentiert die Band Talking Heads von 1977 bis 1981 und man hört, wie sie sich komplett neu erfindet. Am Anfang waren sie eine minimalistische, fast nervöse New Wave-Band und am Ende eine große, rhythmisch komplexe Funk-Formation mit vielen Musikern.
"The Name Of This Band Is Talking Heads" ist mehr als nur ein Live-Album
Das lässt sich an zwei Beispielen gut hören: Da ist zum einen der Hit "Psycho Killer" von 1977. In dieser frühen Phase klingt die Band noch sehr reduziert, mit wenigen Instrumenten, aber viel Spannung. Fast ein bisschen spröde, wenn man so will. Und genau das ist typisch für die Anfangsjahre.
Der Weg zum Funk und Afrobeat
Drei Jahre später klingt das schon ganz anders, etwa bei "Life During Wartime". Plötzlich ist da Groove, Bewegung, Background-Chor, ein ganzes Ensemble. Die Talking Heads haben sich geöffnet Richtung Funk, Afrobeat und komplexere Rhythmen. Kaum ein Album macht diese Entwicklung so hörbar.
"The Name Of This Band Is Talking Heads" ist damit eigentlich ein Dokument der Veränderung – vom kunst- und punkgeprägten Anfang hin zu dem Sound, der später auf "Stop Making Sense" perfektioniert wird.
Warum steht "The Name Of This Band Is Talking Heads" trotzdem im Schatten?
"Stop Making Sense" ist die perfekte Inszenierung – visuell und musikalisch – und gilt als eines der prägenden Alben der 80er. Dagegen anzukommen, ist schwierig. Doch dieses Album hier zeigt den Weg dorthin. Es ist rauer, direkter und für viele Fans sogar spannender.